
Remscheider Brauchtumsvereine wegen Hahneköppen angezeigt
In Remscheid hat die Tierschutzorganisation PETA Anzeige gegen zwei Brauchtumsvereine gestellt.
Veröffentlicht: Donnerstag, 10.08.2023 16:12
Die Büchener Einigkeit und die Bücheler Einigkeit köpfen alle zwei Jahre beim "Hahneköppen" einen toten Hahn. PETA sieht im Töten des Tiers einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz. PETA möchte strafrechtliche Konsequenzen für den Schlachter des Hahns. Die Tierschutzorganisation beruft sich auf das Tierschutzgesetz, denn nach dem darf ein Tier nur aus vernünftigem Grund getötet werden - dieser Grunde wäre, den Hahn danach zu essen. Das passiert beim Hahneköppen allerdings nicht. Beim Verein Bücheler Einigkeit versteht der Vorsitzende Michael Götz zwar die Kritik. Er verteidigt das Brauchtum aber auch und sagt, dass dieser Brauch nur einmal alle zwei Jahre stattfinde. Zudem würden jeden Tag so viele Tiere ungegessen weggeschmissen, dass dieser Hahn kaum einen Unterschied mache. Bei der Wuppertaler Staatsanwaltschaft ist die Anzeige eingegangen, die Polizei wurde mit Ermittlungen beauftragt.