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Schwache Frühjahrsbelebung auf dem Arbeitsmarkt
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Schwache Frühjahrsbelebung auf dem Arbeitsmarkt

Wegen der Corona-Pandemie fällt die übliche Frühjahrsbelebung auf dem Arbeitsmarkt im RSG-Land dieses Jahr deutlich schwächer aus. Das zeigen die aktuellen Zahlen der Arbeitsagentur. In Remscheid sind demnach aktuell gut 4.750 Menschen arbeitslos gemeldet, vier mehr als noch vor einem Monat. In Solingen wiederum sind aktuell gut 6.950 Menschen arbeitslos gemeldet, vier weniger als noch vor einem Monat. Vor allem die Jugendarbeitslosigkeit ist im Städtedreieck gesunken, sagt die Arbeitsagentur. Weil aber nun wegen Corona seit gut einem Jahr recht wenig Bewegung auf dem Arbeitsmarkt ist, ist die Langzeitarbeitslosigkeit gestiegen. Die Zahlen im Details findet ihr weiter unten.

„Die gute Nachricht: die Arbeitslosigkeit und insbesondere die Jugendarbeitslosigkeit sind erneut gesunken. Aber die Pandemie wirkt sich weiterhin deutlich auf den Arbeitsmarkt aus. Da der Arbeitsmarkt nun über ein Jahr lang deutlich weniger aufnahmefähig war, verlagert sich Arbeitslosigkeit jetzt von der Arbeitslosenversicherung in die Grundsicherung. Damit einhergehend ist auch die Langzeitarbeitslosigkeit gestiegen. Die Anzeigen auf Kurzarbeit sind deutlich zurückgegangen – ein gutes Signal. Die Stellen-situation entwickelt sich immer noch sehr verhalten und ich hoffe, dass nach Überwindung der Einschränkungen des Lockdowns eine spürbare Belebung am Arbeitsmarkt einsetzt“, fasst Martin Klebe, Vorsitzendes Mitglied der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal die aktuelle Arbeitsmarkt-Situation im Bergischen Städtedreieck zusammen.

Veröffentlicht: Donnerstag, 29.04.2021 09:41

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Der Arbeitsmarkt in Remscheid

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Stagnierende Arbeitslosigkeit – weniger Arbeitskräftenachfrage

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Entwicklung der Arbeitslosigkeit

Aktuell sind in Remscheid 4.751 Personen arbeitslos gemeldet, das sind 4 Personen oder 0,1 Prozent mehr als im Vormonat. Im Vergleich zum April des Vorjahres sind dies 65 Personen (-1,3 Prozent) weniger. Die Arbeitslosenquote beträgt 8,0 Prozent. Vor einem Jahr belief sie sich auf 8,1 Prozent (-0,1 Prozentpunkte). Im aktuellen Monat meldeten sich 784 Personen neu oder erneut arbeitslos, 788 Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden.


Entwicklung der Kurzarbeit

Angezeigte Kurzarbeit

Im März 2021 wurden in der Stadt Remscheid insgesamt (alle Anspruchsgrundlagen) 27 Anzeigen auf Kurzarbeitergeld für 803 Personen bearbeitet.

Tatsächlich erfolgte Kurzarbeit:

Die Daten für die tatsächlich erfolgte Kurzarbeit erfordern eine Wartezeit von sechs Monaten. Im Oktober 2020 haben in Remscheid insgesamt 390 Betriebe für 4.012 Personen Kurzarbeitergeld beantragt. Die Kurzarbeiter-Quote stellt den Anteil der Kurzarbeiter/innen an der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung dar und betrug im Oktober 8,5 Prozent. Entwicklung der Stellenangebote Im April 2021 wurden der Agentur für Arbeit Remscheid 107 neue Stellen gemeldet, das sind 38 (-26,2 Prozent) weniger als im Vormonat. Somit wurden seit Jahresbeginn im Vergleich zum Vorjahr 243 (-30,1 Prozent) weniger neue Stellen gemeldet. Im Bestand befinden sich nun insgesamt 379 offene Stellen. Das sind 102 weniger als im Vormonat und 520 weniger als im Vorjahresmonat.


Jugendarbeitslosigkeit

Aktuell sind 388 junge Menschen unter 25 Jahren von Jugendarbeitslosigkeit betroffen - im Vergleich zum Vormonat sind dies 5 Jugendliche (-1,3 Prozent) weniger. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Jugendarbeitslosigkeit um 76 Personen (-16,4 Prozent) gesunken. Langzeitarbeitslose Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen. Aktuell sind 2.011 Menschen von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen, das sind 379 (+23,2 Prozent) mehr als vor einem Jahr. Von den Langzeitarbeitslosen werden 87,2 Prozent (1.753 Personen) in der Grundsicherung betreut.


Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung erfasst zusätzlich zur Arbeitslosigkeit auch Personen, die als Teilnehmer von Maßnahmen, aufgrund von Krankheit oder sonstigen Gründen nicht als Arbeitslose gezählt werden. Die Unterbeschäftigung umfasst aktuell 6.099 Personen; das sind 2 Personen weniger als im Vormonat und -174 Menschen (-2,8 Prozent) weniger als vor einem Jahr

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Der Arbeitsmarkt in Solingen

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Stagnierende Arbeitslosigkeit – steigende Arbeitskräftenachfrage

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Entwicklung der Arbeitslosigkeit

Aktuell sind in Solingen 6.954 Personen arbeitslos gemeldet, das sind 4 Personen oder 0,1 Prozent weniger als im Vormonat. Im Vergleich zum April des Vorjahres sind dies 133 Personen (+1,9 Prozent) mehr. Die Arbeitslosenquote beträgt 8,0 Prozent. Vor einem Jahr belief sie sich noch auf 7,8 Prozent (+0,2 Prozentpunkte).

Im aktuellen Monat meldeten sich 1.086 Personen neu oder erneut arbeitslos, 1.089 Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden.


Entwicklung der Kurzarbeit

Angezeigte Kurzarbeit

Im März 2021 wurden in der Stadt Solingen insgesamt (alle Anspruchsgrundlagen) 33 Anzeigen auf Kurzarbeitergeld für 252 Personen bearbeitet.

Tatsächlich erfolgte Kurzarbeit

Die Daten für die tatsächlich erfolgte Kurzarbeit erfordern eine Wartezeit von sechs Monaten. Im Oktober 2020 haben in der Stadt Solingen insgesamt 513 Betriebe für 2.921 Personen Kurzarbeitergeld beantragt. Die Kurzarbeiterquote stellt den Anteil der Kurzarbeiter/innen an der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung dar und betrug im Oktober 5,4 Prozent.


Entwicklung der Stellenangebote

Im April 2021 wurden der Agentur für Arbeit Solingen 259 neue Stellen gemeldet, das sind 8 (+3,2 Prozent) mehr als im Vormonat. Somit wurden seit Jahresbeginn im Vergleich zum Vorjahr 33 (-3,7 Prozent) weniger neue Stellen gemeldet. Im Bestand befinden sich nun insgesamt 668 offene Stellen. Das sind 23 mehr als im Vormonat und 365 weniger als im Vorjahresmonat.


Jugendarbeitslosigkeit

Aktuell sind 809 junge Menschen unter 25 Jahren von Arbeitslosigkeit betroffen - im Vergleich zum Vormonat 8 Jugendliche (+1,0 Prozent) mehr. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Jugendarbeitslosigkeit um 28 Personen (-3,3 Prozent) gesunken.


Langzeitarbeitslose

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen. Aktuell sind 3.020 Menschen von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen, das sind 778 (+34,7 Prozent) mehr als vor einem Jahr. Von den Langzeitarbeitslosen werden 86,4 Prozent (2.608 Personen) in der Grundsicherung betreut.


Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung erfasst zusätzlich zur Arbeitslosigkeit auch Personen, die als Teilnehmer von Maßnahmen, aufgrund von Krankheit oder sonstigen Gründen nicht als Arbeitslose gezählt werden. Die Unterbeschäftigung umfasst aktuell 9.258 Personen. Das sind 82 Personen mehr als im Vormonat, und 244 Menschen (+2,7 Prozent) mehr als vor einem Jahr.

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