
Silvesternacht: Brennende Autos und Müllcontainer
So verlief der Jahreswechsel für die Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei in Remscheid und Solingen.
Veröffentlicht: Donnerstag, 01.01.2026 21:22
Solingen
Mit dem Jahreswechsel gab es wie erwartet auch wieder viele Einsätze. In der Hasselstraße in Solingen brannten unter anderem mehrere Müllcontainer. Sie waren anscheinend absichtlich in Brand gesteckt und dann als Blockaden auf die Straße gerollt worden. Nach den Vorfällen vor zwei Jahren, bei denen Anwohner Böller auf die Feuerwehr geworfen hatten, waren Feuerwehr und Polizei hier heute Nacht gemeinsam im Einsatz. Der Brand konnte dann schnell und ohne Zwischenereignisse gelöscht werden. Außerdem brannten auf der Hasselstraße mehrere Gegenstände auf einem Balkon - vermutlich hatten Querschläger sie in Brand gesetzt. Auch hier konnten Feuerwehr und Polizei schnell helfen, bevor das Feuer sich ausbreiten konnte.
Einen weiteren größeren Einsatz gab es auf der Walder Straße in Gräfrath. Ein Paar hatte hier neben seinem Auto eine Feuerwerks-Batterie angezündet, die Heckklappe des Wagens stand allerdings offen und Teile der Pyrotechnik flogen ins Innere des Wagens. Innerhalb von wenigen Momenten fing das komplette Auto an zu brennen. Weil es sich dabei um einen Elektrowagen handelte, dauerten die Lösch- und Bergungsarbeiten an dem Wagen recht lange.
An der Schlachthofstraße gab es gegen 1.30 Uhr auf einem Firmengelände zudem einen größeren Einsatz. Ein Stapel Europaletten brannte hier unter einem Unterstand, die Feuerwehr musste sie fast zwei Stunden lang löschen, um ein Übergreifen der Flammen zu verhindern. An der Potsdamer Straße sprengten Unbekannte rund eine Stunde später einen Zigarettenautomaten an einer Hausfassade, der durch die Wucht der Explosion bis auf den gegenüberliegenden Bürgersteig geschleudert wurde.
In drei Fällen verletzten Menschen sich schwer, weil sie Raketen und Böller falsch genutzt hatten. Der Rettungsdienst musste sie chirurgisch versorgen. Insgesamt ziehen Polizei und Feuerwehr in Solingen aber ein relativ positives Fazit. 14 Brandeinsätze und 35 Einsätze für den Rettungsdienst gab es zwischen 19 Uhr abends und 7 Uhr am Neujahrsmorgen.
Remscheid
In Remscheid verlief die Silvesternacht laut Polizei aus dem Städtedreieck am ruhigsten. Auch die Feuerwehr sagt, dass sie auf eine vergleichsweise normale Silvesternacht zurückblicken kann. Schon am Silvester-Morgen hatte es auf einem Balkon an der Otto-Hahn-Straße gebrannt. In den restlichen Fällen musste die Remscheider Feuerwehr wegen brennender Mülleimer oder brennender Überreste von Feuerwerksbatterien ausrücken. Sechs Brandeinsätze gab es insgesamt in der Silvesternacht für die Feuerwehr in Remscheid, 22 Mal musste der Rettungsdienst ausrücken. Verletzungen durch Pyrotechnik gab es nicht. Nur in einem Fall bei Brand auf einem Parkplatz an der Breslauer Straße kam es zu nennenswertem Schaden. Ein vermeintlicher Dachstuhlbrand an der Nordstraße entpuppte sich als Fehlalarm.
Fazit der Einsatzkräfte
Die Solinger Feuerwehr bedankt sich bei den Bürgern für ihr verantwortungsbewusstes Verhalten. Dadurch sei die Zahl der Vorfälle in einem moderaten Rahmen gehalten worden. In Wuppertal gab es allerdings mehr zu tun. Hier zählte die Feuerwehr insgesamt rund 240 Einsätze rund um Silvester, darunter knapp 40 Brandalarme. Von der Polizei für das Bergische Städtedreieck lag auch am Abend des 1. Januar noch keine abschließende Bilanz mit genauen Einsatzzahlen vor. (cg/tk)


