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Solingen: Hoffnung auf Termin-Shopping trotz hoher Inzidenz
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Solingen: Hoffnung auf Termin-Shopping trotz hoher Inzidenz

Landesweiter Inzidenzwert soll Maßstab für die nächsten Öffnungsstufen sein. Neue Corona-Schutzverordnung kommt am Freitagmorgen.

Veröffentlicht: Donnerstag, 04.03.2021 20:56

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Großes Rätselraten in Solingen nach dem Corona-Gipfel von Bund und Ländern. Dort wurde verabredet, dass Einzelhändler ab 8. März wieder zum Einkaufen zu vereinbarten Terminen („click & meet“) öffnen dürfen, wenn das jeweilige Land oder die jeweilige Region einen Inzidenzwert unter 100 hat. NRW liegt landesweit Stand Donnerstag mit 62,8 klar darunter, Solingen als Stadt hingegen seit Wochen über 100. Aber heißt das, dass in Solingen am Montag die Läden weiter geschlossen bleiben, die Geschäfte in Remscheid und Wuppertal dagegen zum Termin-Shopping öffnen dürfen, weil die Nachbarn noch unter 100 liegen?

Nein, nach RSG-Informationen soll es zunächst eine landesweit einheitliche Regelung geben. Wie unser Landtagskorrespondent in Düsseldorf erfahren, wird das Land am Freitagmorgen die neue Corona-Schutzverordnung veröffentlichen, die ab Montag gelten soll. Und: „Die in diesem Rahmen festgelegten Öffnungsschritte orientieren sich dabei grundsätzlich an der landesweiten Inzidenz“, so eine Sprecherin der NRW-Staatskanzlei auf RSG-Nachfrage.

Demnach könnten sich auch die Solinger Händler auf die eingeschränkte Wiederöffnung vorbereiten. Allerdings: Noch ist unklar, wie die Stadt Solingen mit der Entscheidung des Landes umgeht. Von Radio RSG auf die Informationen aus Düsseldorf angesprochen, wollte die Stadtspitze das am Donnerstagnachmittag noch nicht bewerten. Auch ob man eine solche landesweite Regelung generell begrüßen würde, wollte man im Rathaus zunächst nicht kommentieren.

Außerdem kommt am Wochenende die NRW-Landesregierung zu einer Kabinettsklausur zusammen, um dort weiter über die Ausgestaltung der einzelnen Maßnahmen zu beraten. Dort soll es nach Informationen des Landtagsstudios auch um eine Art Tendenzbewertung gehen. Das hieße, bei Städten bzw. Kreisen mit vergleichsweise hoher oder besonders niedriger Inzidenz sollen nicht nur tagesaktuelle Inzidenzwerte, sondern auch die Entwicklung über einen längeren Zeitraum bei der Entscheidung über Lockerungen oder Verschärfungen einbezogen werden. Ob es nach der Kabinettsklausur dann nochmal zu nachträglichen Änderungen an der für Freitagvormittag erwarteten Corona-Schutzverordnung kommen könnte, blieb offen. Echte Sicherheit ist für die Einzelhändler daher weiterhin noch Mangelware.

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