
Solingen: Sind die Brandstifter vom Werwolf gefasst?
Die Polizei hat noch am Samstagabend zwei Tatverdächtige (15 und 21 Jahre) festgenommen. Zeugenhinweise haben dabei geholfen.
Veröffentlicht: Sonntag, 19.07.2026 09:03
Nach zwei Bränden in der Solinger Innenstadt hat die Polizei am Samstagabend einen 15-jährigen und einen 21-jährigen gestellt. Die beiden seien verdächtig, den Brand am Werwolf und noch ein weiteres Feuer gelegt zu haben, bestätigte ein Polizei-Sprecher am Sonntagmorgen.
Zunächst hatte am Samstagmittag der Dachstuhl eines leerstehenden Hauses am Werwolf gebrannt. Die Brandursache schien unklar. Noch während die Nachlöscharbeiten am Werwolf liefen, wurde dann gegen 17.45 Uhr von der Bahnhofstraße ein weiterer Brand gemeldet - nur wenige hundert Meter vom ersten Tatort entfernt. Augenzeugen berichteten nach RSG-Informationen, dass sie im Bereich hinter dem alten Bahnhof zunächst einen lauten Knall und das Auslösen einer Brandmeldeanlage vernahmen. Kurz darauf sahen Zeugen dann zwei Jugendliche bzw. junge Männer, die einen Bauzaun aufhebelten und danach durch den Südpark wegrannten. Einer der Geflüchteten habe ein auffälliges, neongelbes T-Shirt getragen. Andere Augenzeugen wollen die beiden zuvor auch am Werwolf gesehen haben. Im Zuge einer sich daran anschließenden Fahndung konnte Polizei die beiden Tatverdächtigen dann wenig später gegen 18.15 Uhr vorläufig festnehmen.
Ob sich die Vorwürfe gegen die beiden erhärtet haben oder ob sie sich selbst dazu geäußert haben, hat die Polizei nicht mitgeteilt. Gegen die mutmaßlichen Brandstifter wird nun weiter ermittelt, es wurde aber zunächst kein Haftbefehl oder Untersuchungshaft beantragt. Der 15-Jährige sei inzwischen an das Jugendamt übergeben worden, der 21-Jährige ist in einer psychiatrischen Klinik untergebracht worden. Über ihr Motiv wurde zunächst nichts bekannt. Hintergrund bei dem älteren Tatverdächtigen könnte aber "eine psychische Störung" sein, erläuterte ein Polizeisprecher gegenüber der dpa. Die Höhe des Sachschadens war am Sonntag noch unklar. (mit Material der dpa)