
Solingen zeigt Flagge gegen Antisemitismus
Am Nachmittag gab es in Solingen eine Kundgebung vor dem Rathaus. Hintergrund ist die Verbrennung der israelischen Flagge in der Nacht zu gestern. Bei der Kundgebung waren die Jüdische Kultusgemeinde, die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen, das Bündnis "Bunt statt Braun" sowie die Stadt Solingen, namentlich Oberbürgermeister Tim Kurzbach, dabei. Man wolle den Akt des offenen Antisemitismus nicht hinnehmen. Das Verbrennen der israelischen Flagge, die vor dem Rathaus gehisst war, wurde gefilmt und in den sozialen Netzwerken verbreitet. Wegen der gültigen Corona-Regeln durften nur 70 Personen an der Kundgebung teilnehmen.
Die Fahne war am Mittwoch gehisst worden. Die Stadtverwaltung habe damit an die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Israel und Deutschland am 12. Mai 1965 erinnern wollen. Während der Veranstaltung heute wurde eine neue Israel-Fahne am Mast hochgezogen. Sie solle aber planmäßig nur noch vorübergehend gehisst bleiben. Oberbürgermeister Tim Kurzbach hatte den Vorfall als „schändliche Tat“ verurteilt.
Veröffentlicht: Freitag, 14.05.2021 15:45