Solinger FDP stellt eigenen Oberbürgermeister-Kandidaten auf

Nächstes Jahr werden im RSG-Land die Oberbürgermeister gewählt. Die Solinger FDP will dann mit einem eigenen Kandidaten gegen den amtierenden Tim Kurzbach antreten. Der 27-jährige Raoul Brattig wurde am Abend auf dem Nominierungsparteitag der FDP gewählt. Brattig kommt aus Merscheid und arbeitet bei einer Beratungsfirma für Datenanalyse. Seit 2017 leitet er den Kreisverband der Jungen Liberalen in Solingen.

© Raoul Brattig

Auf seiner offiziellen Homepage betitelt sich Brattig schon selbstbewusst als "Solingens next OB". Auf Facebook bedankt sich Brattig bei der FDP für seine Nominierung. "Ich freue mich im kommenden Jahr, alle Ideen und Pläne mit euch zu teilen.", schreibt er. Und weiter: „Meine Vision ist ein Neuanfang, einen Aufbruch und ich bin davon überzeugt, dass wir Solingen gemeinsam viel attraktiver gestalten können! Zeigen wir allen, dass wir uns nicht hinter Städten wie Wuppertal oder Monheim verstecken müssen […]“. Er ist gegen die Veloroute auf der Korkenziehertrasse und für einen A3-Anschluss Solingens. Auf Facebook kündigt er einen offensiven Wahlkampf und einen "Neuanfang" an. Seine Vision sei ein Aufbruch und er sei überzeugt, dass man Solingen viel attraktiver gestalten könne. Als ein zentrales Thema nennt er auf seiner Homepage den Ausbau des Offenen Ganztags in Solingen.

Der Solinger FDP-Vorsitzende Dr. Robert Weindl gratulierte Brattig über Facebook. Er habe noch auf keinem Wahlparteitag eine so begeisterte Stimmung erlebt, wie nach Brattigs Rede.

Die Bürgergemeinschaft für Solingen (BfS) hatte bereits einen eigenen Kandidaten verkündet und Jan Michael Lange nominiert. Der 40-jährige sei mit überwältigender Mehrheit zum OB-Kandidaten für die Kommunalwahl 2020 gewählt worden. Lange war von der AfD zur BfS gewechselt. SPD-Mann Kurzbach hatte bereits im letzten Jahr seine erneute Kandidatur angekündigt.

Mehr Infos über Raoul Brattig gibt es hier. 

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