
Die Feuerwehrleitstelle für Solingen und Wuppertal hat im letzten Jahr über 200.000 Anrufe entgegengenommen. Das geht aus dem Jahresbericht der Feuerwehr hervor. Das sind mehr, als in den Jahren davor. Nur knapp die Hälfte aller Anrufe hatten aber einen Einsatz zur Folge. Aus den über 200.000 Anrufen sind nur 101.917 tatsächliche Feuerwehreinsätze entstanden. Bei den restlichen Anrufen handelt es sich beispielsweise um Scherzanrufe oder um Fälle, die sich schnell in einem Gespräch klären lassen. Bei den tatsächlichen Einsätzen ist die Feuerwehr zum aller größten Teil wegen Rettungsdiensteinsätzen ausgerückt, gefolgt von technischen Hilfeleistungen beispielsweise auch nach den Unwettern im letzten Jahr. Brandeinsätze gab es in Solingen insgesamt 698.
Anrufe sollen schneller angenommen werden
Aus dem Feuerwehrbericht geht außerdem hervor, dass die Feuerwehr die meisten Anrufe nicht so schnell annehmen konnte, wie sie wollte. Um Notrufe möglichst schnell anzunehmen setzt sich die Feuerwehr selber das Ziel 95 Prozent der Anrufe innerhalb von 10 Sekunden anzunehmen. Dieses Ziel hat die Leitstelle im letzten Jahr aber verpasst. Sie konnte gerade einmal 75 Prozent der Anrufe in dieser Zeitspanne annehmen. Auch bei der Länge der Notrufe möchte die Feuerwehr sich verbessern. Ihr Ziel ist es, Anrufe in einer Minute und dreißig Sekunden zu bearbeiten, damit schnellstmöglich die richtigen Einsatzkräfte ausrücken können. Allerdings dauern bei uns Anrufe oft länger. Das liege allerdings oft an den Anrufern - weil sie sprachliche Probleme haben oder so aufgeregt sind, dass sie den Notfall nicht kurz und knapp schildern können.