
Solinger wegen Umweltstraftaten vor Gericht
Ein Mann aus Solingen soll mehrere Umweltstraftaten begangen haben – die Staatsanwaltschaft Wuppertal hat ihn jetzt deswegen angeklagt. Dem 67-jährigen werden mehrere Fälle des unerlaubten Umgangs mit Abfällen vorgeworfen. Außerdem das unerlaubte Betreiben von Anlagen und Urkundenfälschung.
Veröffentlicht: Dienstag, 07.09.2021 11:15
Der Solinger soll mehrere Firmen geführt haben - im Bereich Garten- und Landschaftsbau und Abbruchtechnik. Im Zuge der Geschäfte soll er auf einem Grundstück in Wuppertal mehr als 9.800 Kubikmeter Bauschutt abgelagert haben – ohne Genehmigung. Auch in Solingen werden ihm Umweltstraftaten vorgeworfen: bei Abrissarbeiten auf der Bergstraße soll er asbesthaltige Abfälle nicht ordnungsgemäß entsorgt haben. 40 Zeugen können gegen den Solinger aussagen, ihm drohen mindestens sechs Monate Haft, sagt die Staatsanwaltschaft.
Weitere Vorwürfe gegen den Solinger:
Auf einer Baustelle in Langenfeld soll er angeordnet haben asbesthaltigen Abfall zu vergraben. Und einen alten Luftschutzbunker in Langenfeld soll er unter anderen mit PCB belasteten Abfällen vollgestopft haben. Ebenfalls asbesthaltige Abfälle soll auf einer Baustelle in der Velberter Straße in Heiligenhaus nicht ordnungsgemäß separiert und entsorgt haben. Der Anklagerhebung sind außerordentlich intensive Ermittlungen vorausgegangen. Aus diesem Grund können dem Amtsgericht nicht nur umfangreiche Gutachten und weitere Urkunden vorgelegt, sondern auch insgesamt 40 Zeugen benannt werden. Das Amtsgericht hat nunmehr über die Eröffnung des Hauptverfahrens zu entscheiden. Für den Fall einer Verurteilung droht dem Angeschuldigten - für den nach wie vor die Unschuldsvermutung gilt - eine Freiheitsstrafen nicht unter sechs Monaten.