
Stadt sieht Probleme mit E-Rollern gelassen
Seit vorgestern gibt es in Solingen E-Roller zum Mieten. Und ebenfalls seit vorgestern gibt es damit schon Probleme. Einige beschweren sich schon jetzt über Roller, die einfach wild in der Gegend rumliegen und nicht ordentlich abgestellt werden. Die Stadt ist der Meinung: das Ganze muss sich erst einspielen. Mit den E-Rollern ist ein neues Verkehrssystem in die Stadt gekommen, dass vielleicht eine Zeit braucht, um richtig zu funktionieren. Das sagt die Stadt auf RSG-Nachfrage. Die Erfahrungen aus anderen Städten hätten gezeigt: alle Beteiligten – würden jeden Tag dazu lernen. Die Anbieter und die Stadt stehen aktuell in engem Austausch und wollen eventuell noch nachjustieren. Wichtig zu wissen ist vorerst: Wenn Roller nicht ordnungsgemäß abgestellt werden, dann ist der Anbieter dafür zuständig, die Roller wieder einzusammeln. Sollte so ein Roller also in meinem Vorgarten landen, dann sollte man den jeweiligen Anbieter kontaktieren. Die Stadt entfernt die Roller nur dann, wenn sie eine Gefahr etwa für den Straßenverkehr darstellen.
Die Stadt Solingen bleibt also optimistisch und glaubt an das Projekt. Zur Wahrheit gehört aber, das auch andere Städte bereits Erfahrungen mit den diversen Nebenwirkungen der Roller gemacht haben. Unfälle, Verstöße und ordnungswidriges Abstellen werden seit Einführung der Roller zum Beispiel auch in Köln und Düsseldorf beobachtet. Dort gibt es die Roller schon deutlich länger, im Jahr 2019 hat die Kölner Polizei eine Bilanz über Unfälle im Zusammenhang mit E-Rollern gezogen. Demnach gab es im Jahr 2019 in Köln innerhalb weniger Monate mindestens 55 Verkehrsunfälle mit E-Rollern. 51 davon verursachten die Fahrer selbst. Bei etwa jedem Dritten war Alkohol im Spiel. Bei falsch abgestellten Rollern setzt die Stadt Düsseldorf auf digitale Lösungen: sie plant eine Melde-App, mit der Anwohner die Stadt über falsch abgestellte Roller informieren können.
Veröffentlicht: Freitag, 21.05.2021 03:42