Städte begrüßen neue Corona-Regeln

Die Krisenstabsleiter in Remscheid und Solingen begrüßen die neuen Corona-Regelungen, die Bund und Land gestern beschlossen haben. Bei Feiern in öffentlichen oder angemieteten Räumen gilt in Zukunft eine Teilnehmerbeschränkung, wenn die Neuinfektionen den kritischen Warnwert überschreiten. Wer falsche Kontaktdaten im Restaurant angibt, muss Strafe zahlen. Auch im RSG-Land gab es Infektionen mit dem Coronavirus, die auf private Feste zurückzuführen waren.

Es sei gut, dass Bund und Land solche Erfahrungen der Kommunen einbeziehen und ihre Regeln daran anpassen, sagt Remscheids Krisenstabsleiter Thomas Neuhaus. Denn in den letzten Monaten seien alle Menschen nachlässiger geworden. Jan Welzel, Solinger Krisenstabsleiter sagt: Die Regelungen sind angemessen. Die Folgen müssen aber natürlich auch bedacht werden. Wenn Veranstaltungen dem Ordnungsamt angezeigt oder genehmigt werden müssen, braucht es Personal, das die Anträge bearbeitet. Gegebenenfalls müsste man wieder Mitarbeiter aus anderen Bereichen einsetzen, was an anderen Stellen zu Einschränkungen führen könnte.

Bei falschen Namen wie Lucky Luke und Donald Duck auf den Kontaktformularen in Restaurants soll ein Bußgeld von mindestens 150 Euro fällig werden. Das hat Ministerpräsident Laschet gestern Abend angekündigt. Aber auch Gastronomen müssen mit Strafen rechnen. Remscheids Krisenstabsleiter Thomas Neuhaus sagt: Bußgelder bei falschen Angaben auf Kontaktzetteln sind eine sinnvolle Maßnahme, die aus den Erfahrungen der Städte resultiert ist. In den letzten Monaten habe man gelernt, dass die Nachverfolgung von Kontaktpersonen am allerwichtigsten ist. Das muss ernst genommen werden - alle müssen mithelfen, so Neuhaus. Neben dem Ordnungsamt müssen aber auch die Gastronomen die Kontaktdaten kontrollieren. Markus Kärst - Remscheider Dehoga Sprecher hat dazu eine gespaltene Meinung. Er fragt sich, warum die Gastronomen eine Strafe kriegen, wenn doch die Gäste fehlerhafte Daten angeben. Natürlich sei die Nachverfolgung wichtig, allerdings könne man auch nicht jeden Gast nach seinem Personalausweis fragen.

Weitere Meldungen