
Städtisches Klinikum verschärft Besuchsregeln
Das städtische Klinikum Solingen hat seine Besuchsregeln verschärft. Damit wolle man vor allem die Patienten vor Keimen und möglichen Ansteckungen schützen. Nur in Ausnahmefällen dürfen Besucher jetzt zu ihren Angehörigen, teilt eine Sprecherin des Klinikums im RSG-Gespräch mit. Das sei einzelfallabhängig und wird von den Stationsärzten entschieden. Eine Ausnahme sei beispielsweise, wenn es sich um einen Patienten handelt, der im Sterben liegt. Zudem müssen die Besucher hundertprozentig gesund sein. Bevor sie zu ihren Angehörigen dürfen, wird ab jetzt auch ihr Fieber gemessen.
Das Klinikum bittet Besucher außerdem, sich vorab telefonisch zu melden.
Veröffentlicht: Freitag, 13.03.2020 17:57
Nur Notfälle im Kreißsaal an diesem Wochenende
Außerdem könne man wegen Personalknappheit an diesem Wochenende nur unverschiebbare Notfälle im Kreißsaal annehmen. „Diese Situation ist nicht dem Coronavirus geschuldet“, erklärt Medizinischer Geschäftsführer Prof. Thomas Standl. „Personelle Engpässe im Hebammenbereich bestehen deutschlandweit und seit Jahren. Darunter leiden wir auch im Städtischen Klinikum. Akute Vakanzen können deshalb nicht innerhalb von einem bis zwei Tagen mit qualifizierten Kräften besetzt werden“, so Prof. Standl.
Solinger St. Lukas Klinik
Die St. Lukas Klinik in Solingen appelliert an die Besucher: Bitte kommt nicht, wenn Ihr es vermeiden könnt. Bisher gäbe es kein generelles Besuchsverbot. Man warte auf den Erlass des Landes zu diesem Thema.
Man habe bereits OPs, planbare Eingriffe und Untersuchungen vereinzelt verschoben. Betroffene Patienten werden darüber telefonisch benachrichtigt.