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StraßenNRW stellt Pläne zum A3-Ausbau vor
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StraßenNRW stellt Pläne zum A3-Ausbau vor

Beim geplanten Ausbau der A3 zwischen dem Kreuz Hilden und der Anschlussstelle Leverkusen-Opladen sollen die Menschen im RSG-Land mitreden können. Der Landesbetrieb StraßenNRW plant mehrere Möglichkeiten der Beteiligung. Schon im nächsten Jahr soll es zum Beispiel so genannte Dialogforen geben, sagte uns Projektleiter Andreas Früh. Neben der eigentlichen Planung des achtspurigen Ausbaus werde auch geprüft, ob man vorher schon den Standstreifen als zusätzliche Fahrspur nutzen kann. Eine dauerhafte Lösung kann das aber nicht sein, so Früh weiter. Der Landesbetrieb hofft, bis 2030 mit dem Ausbau zu beginnen. Die Bauarbeiten werden dann mehrere Jahre dauern und rund 274 Millionen Euro kosten. Die A3 ist eine der meistbefahrenen Straßen in ganz Deutschland. Rund 120.000 Fahrzeuge befahren die Autobahn täglich. Zwischen dem Rheinland und dem Ruhrgebiet kommt es fast täglich zu Staus.

Alle Infos zum Ausbau findet Ihr weiter unten.

Veröffentlicht: Donnerstag, 24.09.2020 03:46

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Alle Infos zum geplanten A3-Ausbau

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Information und Dialog

Für die frühe Öffentlichkeitsbeteiligung dient die Projektwebsite als zentrale Informationsplattform zum Ausbau der A3 zwischen der Anschlussstelle Leverkusen-Opladen und dem Kreuz Hilden. Dort bündelt und archiviert Straßen.NRW Informationen zu diesem Projekt mit dem Anspruch größtmöglicher Aktualität und Transparenz. Straßen.NRW wird die Planungen durch unterschiedliche Dialogformate begleiten, um im persönlichen Austausch frühzeitig zu informieren, Fragen zu beantworten und Anregungen zu planerischen Zwischenständen zu erhalten. Auf der Projektwebsite werden Termine für öffentliche Veranstaltungen angekündigt. Gleichermaßen werden dort Protokolle von Dialog-Veranstaltungen und Materialien zum Vorhaben verfügbar gemacht.

 

Dialogvorbereitung

In diesem planungsbegleitenden Dialog möchte Straßen.NRW die Belange der verschiedenen Interessengruppen (Stakeholder) frühzeitig berücksichtigen. Mit der Absicht Nachvollziehbarkeit für die Baumaßnahme anzubahnen, wurden zur Vorbereitung des Dialogs durch eine unabhängige Kommunikationsagentur zahlreiche Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern der Anrainer-Kommunen, von Verbänden, Institutionen und Initiativen sowie mit Anliegern geführt. Ziel dieser Interessenanalyse war es, die Sichtweisen zu Chancen und Herausforderungen der Planung und die Erwartungen an den planungsbegleitenden Dialog frühzeitig zu erkennen. Die Ergebnisse wurden in einem anonymisierten Bericht zusammengefasst und sind im Sinne der Transparenz auf der Projektwebsite im Medien- und Downloadbereich öffentlich zugänglich.

 

Dialogforum

Im nicht-öffentlichen Format „Dialogforum“ treffen sich in regelmäßigen Abständen Stakeholder mit Expertinnen und Experten von Straßen.NRW. Das Dialogforum ist ein Ort für den direkten Informationsaustausch und die den Austausch von Zwischenständen der Planung. Ziel ist es, umfassend und kontinuierlich die verschiedenen Interessen beim Ausbau der A3 zu beleuchten und möglichst früh Neuigkeiten zu kommunizieren. Das Dialogforum konstituiert sich mit der Maßgabe, einen Querschnitt der Interessenlandschaft abzudecken. Neben Interessenvertreterinnen und Interessevertretern werden im Dialogforum sogenannte Zufallsbürgerinnen und Zufallsbürger mitwirken. Dabei handelt es sich um per Stichprobenauszug aus den Melderegistern der Anrainer-Kommunen eingeladene Personen, die die Perspektive der Bürgerschaft in den Dialogprozess einbringen. Das Dialogforum hat beratende Funktion und ist kein Gremium mit Entscheidungskompetenz. Gleichwohl können die Mitglieder Empfehlungen abgeben, auf Anforderungen an die Planungen hinweisen und offene Fragen benennen. Gleichermaßen verstehen sich die Mitglieder als Botschafter in ihre Netzwerke. Die Ergebnisse der Sitzungen werden auf der Projektwebsite öffentlich zugänglich gemacht.

 

Infomarkt

Das Format „Infomarkt“ ermöglicht einen direkten Dialog der interessierten Öffentlichkeit mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Straßen.NRW. An verschiedenen Themenständen werden Zwischenstände zum Bauvorhaben präsentiert, um in einer mehrstündigen öffentlichen Veranstaltung die Interessierten frühzeitig und kontinuierlich über den Projektverlauf zu informieren. Zentrale Aspekte des Projekts werden anhand von Postern, Plänen, Multimedia und anderen Präsentationsformen illustriert. Anregungen und Wünsche können an den Themenständen im direkten Austausch adressiert, erörtert und diskutiert werden. Die Veranstaltungsorte wechseln und werden im Planungsverlauf nacheinander in allen Anrainer-Kommunen stattfinden. Die Ergebnisse der Infomärkte, Fragen der Bürgerinnen und Bürger und deren allgemeines Feedback werden auf der Projektwebsite präsentiert.

 

Das Projekt

Straßen.NRW plant den Ausbau der A3 zwischen der Anschlussstelle Leverkusen-Opladen und dem Autobahnkreuz Hilden in gesetzlichem Auftrag. Die A3 zählt zu den meistbefahrenen Straßen in Deutschland. Zwischen dem Autobahnkreuz Hilden und der Anschlussstelle Leverkusen-Opladen befahren täglich rund 120.000 Kraftfahrzeuge die Autobahn. Seit vielen Jahren kommt es auf der wichtigen Verbindung zwischen Ruhrgebiet und Rheinland aufgrund der hohen Verkehrsbelastung fast täglich zu Staus und zu einer erhöhten Unfallgefahr. Und der Verkehr wird weiter wachsen. Die Verkehrsprognose des Bundesverkehrswegeplans geht davon aus, dass im Jahr 2030 auf der ausgebauten A3 pro Tag 135.000 Kraftfahrzeuge unterwegs sein werden. Dazu zählen auch viele Fahrzeuge, die aktuell aufgrund der Staugefahr auf der A3 auf das untergeordnete Straßennetz ausweichen und im ausgebauten Zustand der A3 diese wieder nutzen werden. Der achtstreifige Ausbau der A3 zwischen Leverkusen-Opladen und Hilden ist im derzeit gültigen Bedarfsplan (BPL) in der höchsten Dringlichkeitsstufe „Vordringlicher Bedarf – Engpassbeseitigung“ eingestuft und Straßen.NRW zur Planung übertragen worden. Durch die Überprüfung des Bedarfsplanes durch den Bund im Abstand von fünf Jahren wird eine Anpassung des Bedarfs an sich ändernde Verkehrsbedürfnisse gewährleistet. Bei der gesamten Maßnahme - von der Planung bis zum Bau - ist der Leitgedanke, den Menschen zu schützen und den Eingriff in die Natur und in die Umwelt so gering wie möglich zu halten. Aktuell befindet sich das Projekt in der Vorplanung, bei der Möglichkeiten zum Ausbau untersucht werden.

 

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