
Streik im Personenverkehr hat begonnen
Durch den erneuten Streik der Lokführer-Gewerkschaft GDL wird es für Bahnkunden aus dem RSG-Land heute und morgen schwieriger, ans Ziel zu kommen. Im Fernverkehr der Bahn fällt der Großteil der Verbindung komplett aus. Aber auch Pendler im Nahverkehr dürften den Streik zu spüren bekommen. Die S-Bahn 1 von Solingen nach Düsseldorf bzw. Dortmund ist direkt vom Streik betroffen, weil sie von der DB selbst betrieben wird. Die Bahn hat aber einen Ersatzfahrplan aufgestellt: Einmal pro Stunde soll die S1 fahren. Die S7 von Abellio und die Regionalzüge von Nationalexpress werden nicht bestreikt, weil die privaten Betreiber eigene Tarifverträge mit den Gewerkschaften haben. Durch blockierte Gleise oder nicht besetzte Stellwerke kann es trotzdem auch beim Müngstener, beim RE7 und der RB 48 zu Ausfällen und Verspätungen kommen.
Der GDL-Streik im Personenverkehr geht von Montag, 2 Uhr, bis Mittwoch, 2 Uhr.
Die Deutsche Bahn hatte zuvor angekündigt für 2021 eine Corona-Prämie mit an den Verhandlungstisch zu bringen. DB-Personalvorstand Martin Seiler: "Wir haben immer gesagt, dass Lösungen rasch möglich sind. Dieser Schritt ist erneut ein starkes Signal der Einigungsbereitschaft. Mit einer Corona-Prämie kommen wir einem wichtigen Anliegen der Gewerkschaften entgegen." Die GDL hatte das Angebot der Bahn gestern als vermeintliches Scheinangebot abgelehnt.
Veröffentlicht: Montag, 23.08.2021 03:45
Infos der Deutschen Bahn zum Streik
Der zweite Streik der Gewerkschaft Deutscher Lokführer (GDL) hat auch im Personenverkehr begonnen. Im Fern- und Nahverkehr bietet die Deutschen Bahn erneut ein verlässliches Grundangebot. Die Verkehre sind stabil angelaufen.
Im Fernverkehr ist das bundesweite Angebot auf rund ein Viertel reduziert. Im Regional- und S-Bahnverkehr will die DB rund 40 Prozent der Züge fahren. Jedoch schwankt die Anzahl der angebotenen Züge je nach Region stark. Streikschwerpunkt sind erneut die östlichen Bundesländer.
Trotz des verlässlichen Grundangebots kann die DB nicht garantieren, dass alle Reisenden wie gewünscht an ihr Ziel kommen. Wer kann, sollte seine Reise auf die Zeit nach dem Streik verschieben. Wem ein Umplanen nicht möglich ist, sollte auf jeden Fall einen Sitzplatz reservieren.
Der Ersatzfahrplan für den Fern- und Regionalverkehr ist in der Fahrplanauskunft auf bahn.de und in der App DB Navigator abrufbar. Informationen dazu gibt es auch bei der kostenlosen Streikhotline unter 08000 99 66 33.
Erweiterte Kulanzregelungen
Flexible Nutzungsmöglichkeit ausgedehnt: Alle bereits gebuchten Fahrkarten des Fernverkehrs für Strecken, die vom 23. bis einschließlich 24. August vom GDL-Streik betroffen sind, behalten ihre Gültigkeit und können bis einschließlich 4. September flexibel genutzt werden. Bei entsprechenden Sparpreisen und Super Sparpreisen ist die Zugbindung aufgehoben. Für die Weiterfahrt können auch andere Züge genutzt werden, dies gilt auch für Züge des Nahverkehrs (RE, RB, IRE und S-Bahn). Zudem können Fahrkarten kostenfrei erstattet werden.
Die Fahrradmitnahme ist in den verkehrenden Fernverkehrszügen nur möglich, wenn dort bereits ein Stellplatz reserviert ist. Als Service für jene Fernverkehrsreisende mit gebuchtem Stellplatz, deren Zug streikbedingt ausfällt, bietet die DB einen kostenlosen Fahrradversand per DB Gepäckservice.