Über 170 Remscheider Kinder, 20 Lehrer und ein Fußballteam in Quarantäne

Vier Schulkinder aus einer Remscheider Familie wurden positiv auf das Coronavirus getestet. Weil sie infiziert am Unterricht teilgenommen haben, müssen nun ihre kompletten Klassen bzw. Jahrgang in Quarantäne.

Heute wurde für zwei Schulkinder der Remscheider Walther-Hartmann-Grundschule das positive Ergebnis einer COVID 19-Testung bekannt. Die Kinder hatten Erkältungssymptome gezeigt und sich daraufhin testen lassen. In der Folge gilt nunmehr für ihre Schulklassen - eine zweite Klasse mit 21 Kindern und eine vierte Klasse mit 26 Kindern - eine häusliche Quarantäne bis zum 23. September, teilt die Stadt mit. Gleiches gilt für fünf weitere Kinder aus einer kleinen Lerngruppe der GGS Walther-Hartmann und eine nicht aus Remscheid kommende Lehrkraft, die mit den infizierten Kindern Kontakt hatte. In der kommenden Woche werde das Gesundheitsamt alle Personen auf Covid-19 testen.

Aus der gleichen Familie wie die beiden Grundschulkinder stammen zwei SchülerInnen einer sechsten und einer zehnten Klasse des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums (EMA). Auch sie tragen das Coronavirus, wie heute bekannt wurde. Da in der Jahrgangstufe 10 kursübergreifend unterrichtet wird, hat das Gesundheitsamt für 91 Schülerinnen und Schüler dieses Jahrganges häusliche Quarantäne bis 22. September angeordnet. In der sechsten Klasse wurden 30 Schülerinnen und Schüler in Quarantäne gesetzt. Für 20 Lehrkräfte der EMA, die nicht nur aus Remscheid kommen, ist ebenfalls die Quarantäne angeordnet worden. Die Testungen werden auch für diese Schule in der kommenden Woche vom Gesundheitsamt durchgeführt.

Zum ersten Mal wurden nun allerdings auch Schutzmaßnahmen für einen Sportverein nötig: Da eines der infizierten Schulkinder am Training seiner Fußballmannschaft im Sportverein teilgenommen hat, wurde für die jugendlichen 19 Sportler und die Übungsleitung die Quarantäne bis 24. September ausgesprochen. Auch sie werden vor Quarantäneende vom örtlichen Gesundheitsamt auf das Coronavirus getestet.

Leichter Anstieg auch in Remscheid

Der Remscheider Krisenstabs-Leiter Thomas Neuhaus betont zugleich, "dass die Infektionen - insbesondere bei Reiserückkehrenden - in Familien und Nachbarschaften übertragen und nur in wenigen Fällen Übertragungen in der Schule festgestellt wurden." Daher sei insbesondere im privaten Bereich verstärkt darauf zu achten, dass die Corona-Regeln eingehalten werden und bei dem Auftreten von Symptomen Zusammenkünfte mit mehreren Personen, also Familienfeiern, Sportverein, Schule, Kita, Hochzeiten etc. vermieden werden, bis eine Abklärung der Infektion erfolgt ist.

In Remscheid ist die offizielle Zahl der aktuell Infizierten am Freitag auf 27 gestiegen, elf Neuinfektionen mehr als am Vortag. Die oben genannten Schüler sind darin enthalten.

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