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Überblick: Gottesdienste im RSG-Land
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Überblick: Gottesdienste im RSG-Land

Präsenzgottesdienste - ja oder nein? Mit dieser Frage beschäftigen sich aktuell einige Kirchengemeinden im RSG-Land mit Blick auf die sinkenden Inzidenzwerte. Während einige Kirchen bereits wieder Präsenzgottesdienste anbieten, setzen andere weiterhin auf die Online-Lösungen.

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Die evangelischen Gemeinden in Solingen Gräfrath, Merscheid und Rupelrath setzen auf Open Air. In Merscheid zum Beispiel finden Gottesdienste seit Pfingsten auf der Wiese neben der Kirche statt. In Rupelrath weicht man nur bei schlechtem Wetter nach drinnen aus - außerdem wird jeder Gottesdienst bei Youtube übertragen. Die Gräfrather Gemeinde stellt ihren Altar bei schönem Wetter draußen auf, bei schlechtem Wetter gibt es einen Livestream. Wann in den beiden Stadtkirchen in Ohligs und Mitte wieder Präsenzgottesdienste stattfinden, wird aktuell in den Gemeinden beraten. Die evangelische Gemeinde Dorp in Solingen will am Sonntag erstmals wieder einen Präsenzgottesdienst abhalten. Teilnehmende müssen sich vorher telefonisch anmelden. Und hier haben nur Getestete, Geimpfte oder Genesene Zutritt. Während des Gottesdienstes muss eine FFP2-Maske getragen werden.


In der Pfarrei St. Bonaventura und Heilig Kreuz in Remscheid hat man sich für Präsenzgottesdienste entschieden. Es gilt Maskenpflicht, außerdem darf im Innenbereich nicht gemeinsam gesungen werden, eine Testpflicht gibt es nicht.

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Weitere Modelle im Überblick

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  • Bei der katholischen Kirchengemeinde St. Clemens werden bereits seit einem Jahr wieder Präsenzgottesdienste gefeiert – natürlich mit strengen Hygienekonzepten, sagt Pfarrer Michael Mohr. Rund um Weihnachten und Ostern hätte man das noch mal intensiv diskutiert, sei aber zu dem Schluss gekommen, dass es vielen Menschen wichtig ist, in die Kirchen kommen zu können. Daher hätte man nie auf die Präsenzgottesdienste verzichte, seitdem es wieder grundsätzlich möglich war. Die Erfahrungen seien sehr gut gewesen und die Präsenzgottesdieste zum Glück keine „Super Spreading Events“, da eben die Regeln (kein Gesang, Maskenpflicht etc.) eingehalten werden. Natürlich freue man sich aber die Zeit, sobald man wieder „normale“ Gottesdienste ganz ohne Regeln und Beschränkungen feiern kann.


  • In der Pfarrei St. Suitbertus Remscheid gab es auch während der letzten Monate ununterbrochen Präsenzgottesdienste. Man habe aber gleichzeitig auch die Hauptgottesdienste an den Sonn- und Feiertagen über einen Livestream gezeigt. In der Gemeinde wurde immer wieder diskutiert, ob die Präsenzgottesdienste auch während der sehr hohen Inzidenzwerte zu verantworten sind, heißt es. Es gilt auch ein strenges Hygienekonzept (mit Maskenpflicht und Gesangsverbot für die Besucher). Kantor Dieter Leibold sagt, er würde sich natürlich ein vollständiges „Zurück zur Normalität“ wünschen. Vor allem so, dass die Chor- und Musikgruppen wieder proben können. Mit einem seiner Chöre könne er zwar Online proben, das ersetzt aber keine Präsenzprobe.


  • In Widdert bietet die evangelische Gemeinde jeden Sonntag ein Online-Format an: entweder einen Gottesdienst per Zoom oder eine Feier als YouTube-Video. An mehreren Sonntagen von Juni bis August soll zwar auch auf der Gemeindewiese Gottesdienst gefeiert werden. Dann sind aber Konfis mit ihren Familien eingeladen oder Eltern und Verwandte, die wegen Corona bereits seit Monaten darauf warten mussten, dass ihr Kind getauft wird. Das Hygienekonzept für diese Gottesdienste sieht aber vor, dass nur Gäste der betreffenden Familien mitfeiern können.

  • In der Kirchengemeinde Wald gibt es keine Änderung. Hier war die Gemeinde unter strengen Hygienevorschriften auch in den zurückliegenden Wochen und Monaten zum Gottesdienst willkommen. Wegen der stark eingeschränkten Platzzahl mussten sich interessierte Gläubige aber unter der Woche eine kostenlose Eintrittskarte in der benachbarten Buchhandlung "Bücherwald" abholen.


  • Eine sehr flexible Regelung hat das Presbyterium der Luther-Kirchengemeinde in Solingen beschlossen. Das Pfarrteam wurde beauftragt, jeweils drei Wochen vor dem jeweiligen Sonntag festzulegen, ob der Gottesdienst online oder mit Menschen in der Kirche gefeiert werden soll. Grundlage für die jeweilige Entscheidung solle nicht nur der dann aktuelle Infektionswert oder die Wetterprognose sein, sondern Inhalt und Gestaltung des jeweiligen Gottesdienstes, erläutert Lutherkirchen-Pfarrer Christian Menge: "Wir wissen, dass es in unserer Gemeinde Menschen gibt, die das Online-Format schätzen gelernt haben, weil da ganz anderes möglich ist als in der Kirche.“ Trotzdem habe die Gemeinde jetzt die technischen Voraussetzungen installieren lassen, um zukünftig Gottesdienste aus dem Kirchraum live zu übertragen. Aber auch hier wolle die Gemeinde nicht einfach die in der Kirche gewohnte Gottesdienstgestalt abfilmen, sagt Menge: „Wir arbeiten gerade an der Frage, was die Liveübertragung für Inhalt und Form unserer Gottesdienste bedeuten soll. Wir müssen ja eine Form finden, die sowohl den Menschen in der Kirche gerecht werden kann als auch denen zuhause vor den Bildschirmen."


  • In St. Sebastian in Solingen finden seit Mai 2020 täglich Präsenzgottesdienste statt - mit Hygienekonzept und Ordnern. Man nehme die Pandemie und die Coronaregeln ernst, tue aber, was unter diesen Bedingungen möglich ist. Für alle, denen die Teilnahme am Präsenzgottesdienst nicht möglich, oder nicht geheuer ist, gibt es ein wöchentliches Streamingangebot und besondere virtuelle Gottesdienste zu Weihnachten, der Karwoche und Ostern. Im Sommer sollen einige Open Air Gottesdienste angeboten werden.



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Welche Regeln gelten aktuell allgemein für Gottesdienste in NRW?

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  • Während der Gottesdienste muss ein Mindestabstands von 1,5 Metern eingehalten werden.
  • In Innenbereichen sind medizinische Masken Pflicht, auch am Sitzplatz.
  • In Außenbereichen sind Alltagsmasken Pflicht, auch am Sitzplatz.
  • Teilnehmer müssen sich anmelden, wenn eine hohe Auslastung zu erwarten ist.
  • Teilnehmer müssen Kontaktdaten hinterlassen.
  • Die Teilnehmerzahl ist allgemein begrenzt, die Dauer der Gottesdienste verkürzt.
  • In Innenbereichen muss auf gemeinsamen Gesang verzichtet werden.
  • Die Kirchen müssen entsprechende Konzepte vorlegen, die diese Regeln berücksichtigen.
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