
Ukraine-Krieg: Hunderte demonstrieren, Städte bereiten vor
Über 1.100 Menschen haben in den vergangenen zwei Tagen im RSG-Land gegen den Krieg in der Ukraine demonstriert.
Veröffentlicht: Dienstag, 01.03.2022 04:50
Davon sind rund 600 am Nachmittag in der Remscheider Innenstadt auf die Straße gegangen. Darunter waren Menschen jeglichen Alters und unterschiedlicher Nationalität. Und auch die Oberbürgermeister der beiden Städte haben für Frieden demonstriert und zur aktuellen Situation Stellung genommen. Solingens Oberbürgermeister Tim Kurzbach sagt: "Ich habe größten Respekt vor den Männern und Frauen, die in russischen Städten gegen den Krieg demonstriert haben. Sie setzen auch ihr Leben und ihre Freiheit aufs Spiel." Kurzbach ergänzt: Für alle Männer, Frauen und Kinder, die aus der Ukraine kommen, werde Solingen ein sicherer Hafen sein. Remscheids Oberbürgermeister Mast-Weisz dankt allen, die sich gemeldet haben, um ihre Hilfe anzubieten. Das sei ein starkes Zeichen der Verbundenheit mit den Opfern dieses katastrophalen Krieges.
Beide Städte bereiten sich derzeit darauf vor, ukrainische Flüchtlinge aufzunehmen. In beiden Städten gibt es bereits wichtige Strukturen, die seit dem letzten Zustrom von geflüchteten Menschen aufgebaut wurden, darunter auch viele Wohneinrichtungen. Außerdem hätten viele Remscheider und Solinger bereits ihre Hilfe und Unterstützung angeboten. Zum aktuellen Zeitpunkt gebe es aber noch keine Einsatzmöglichkeiten für die Helfer, sagen die Städte. Sobald ehrenamtliche Hilfe, Sachspenden oder private Wohnungshilfe nötig werden, würde man darüber informieren. Auch die Solinger Flüchtlingshilfe bietet Unterstützung für Geflüchtete. In unserer Nachbarstadt Wuppertal sind die ersten Ukrainerinnen und Ukrainer bereits gestern (28.02.) eingetroffen.