
Umfangreiche Ermittlungen nach Kreditbetrug
Bei der Staatsanwaltschaft beginnt die Auswertung von sichergestelltem Beweismaterial. Der Stadt-Sparkasse Solingen soll um bis zu 14 Millionen Euro Schaden betrogen worden sein. Die Bank selbst rechnet mit einem geringeren Schaden.
Veröffentlicht: Donnerstag, 21.11.2019 09:29
Kredit-Betrüger sollen die Stadtsparkasse Solingen durch faule Immobiliengeschäfte um bis zu 14 Millionen Euro gebracht haben. Bei der Bank hält man sich zu dem Vorfall wegen der laufenden Ermittlungen derzeit noch bedeckt. Man habe den Betrugsverdacht aber selbst aufgedeckt und angezeigt, so ein Sparkassensprecher. Außerdem gehe man nach bisherigen Erkenntnisse von einem deutlich geringeren Schaden aus, als ihn die Staatsanwaltschaft gestern genannt hatte. Die Betrüger sollen kaum zahlungsfähige Migranten mit gefälschten Papieren als Kreditnehmer an die Sparkasse vermittelt haben. Ein Mitarbeiter der Bank soll sie dabei gedeckt haben.
Inwieweit die Kreditnehmer von den Machenschaften wussten oder nicht, ist noch unklar. Die Immobilien sind jedenfalls gekauft, werden aber vermutlich nie abbezahlt werden können. Wie es damit weitergeht, kann auch Oberstaatsanwalt Wolf-Tilmann Baumert noch nicht sagen.