
Uni forscht zur Lohnungerechtigkeit
Heute ist Equal-Pay-Day. Er soll auf die Verdienstunterschiede zwischen Männern und Frauen aufmerksam machen - den sogenannten Gender Pay Gap. Der liegt hier in NRW bei rund 18 Prozent. Frauen verdienen also im Schnitt 18% weniger als ihre männlichen Kollegen. Das hat verschiedene Ursachen. An der Bergischen Uni Wuppertal forscht Dr. Christian Bredemeier zu dem Thema. Er macht darauf aufmerksam, dass Frauen nicht per se weniger Geld aufs Konto kriegen als der Kollege im gleichen Unternehmen und gleicher Position. Der Gender-Pay-Gap entstehe vielmehr durch verschiedene gesellschaftliche Einfluss-Faktoren. Frauen seien demnach stärker in Berufen und Branchen vertreten, in denen weniger verdient wird. Sie arbeiten häufiger in Teilzeit und erreichen seltener Führungspositionen. Ein paar Zahlen dazu: In NRW arbeiten laut Landestatistikamt 42,8 Prozent der Frauen in Teilzeit. Bei den Männern sind es nur 7,8 %. Welche gesellschaftlichen Strukturen hier wie einwirken, das wird derzeit an der Uni erforscht.
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