
Viele Menschen im RSG-Land brauchen Unterstützung trotz Job
Fast 3.400 Remscheider und Solinger sind auf Hartz IV angewiesen - und das, obwohl sie eine Arbeit haben. Darauf macht jetzt die Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten aufmerksam: Die Zahlen seien alarmierend.
Veröffentlicht: Montag, 07.02.2022 06:41
Es kann nicht sein, dass so viele Menschen trotz Arbeit zum Jobcenter gehen müssen, sagt die NGG. Besorgniserregend sei der hohe Anteil von Kindern, die unter den Armutsbedingungen aufwachsen. Hauptproblem seien prekäre Arbeitsverhältnisse. Wer beim Bäcker oder im Restaurant auf Minijobbasis arbeitet, für den wird es am Monatsende eng, so die Gewerkschaft. Sie fordert, von Arbeitgebern faire Löhne und attraktive, armutsfeste Arbeitsbedingungen. Die seien gleichzeitig der beste Schutz vor dem Fachkräftemangel. Außerdem will die Gewerkschaft, dass das Hartz-IV System reformiert wird. Der aktuelle Regelsatz für Alleinerziehende von 449 Euro sei viel zu wenig. Für Lebensmittel seien gerade mal 155 Euro vorgesehen, trotz steigender Preise.