
Die Gülle-Katastrophe an der Neyetalsperre bei Wipperfürth ist mittlerweile vier Jahre her. Der Zivilprozess läuft immer noch. Der Wupperverband und die EWR GmbH, als Besitzer der Talsperre, verlangen gut 200.000 Euro von einem Landwirt. Dass der Bauer Schadenersatz zahlen muss, wurde bereits entschieden. Jetzt muss aber noch geklärt werden wie viel er zahlen muss. Vom Hof des Landwirts waren im März 2015 1,7 Millionen Liter Gülle in die Neye gelaufen. Das hatte schwere Folgen für Pflanzen und Tiere. Genaue Angaben zum Zustand der Natur will der Wupperverband erst machen, wenn der Zivilprozess beendet ist. Der Strafprozess war aus Mangel an Beweisen mit einem Freispruch zu Ende gegangen. Die Neyetalsperre wurde 1908 als Trinkwassertalsperre von der Stadt Remscheid gebaut. Heute soll ihr nur noch bei großer Wasserknappheit Trinkwasser entnommen werden.