
Warnstreik: Am Dienstag sollen die Busse in Remscheid und Solingen still stehen
Die Gewerkschaft ver.di hat weitere Warnstreiks im Nahverkehr angekündigt.
Veröffentlicht: Samstag, 07.03.2026 11:44
Die Gewerkschaft will in den laufenden Tarifverhandlungen für den Nahverkehrsbereich den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen und ruft für Dienstag (10.03.) zu regionalen Warnstreiks auf. In Remscheid, Solingen, Wuppertal, aber auch in Düsseldorf und anderen Städten der Region sollen Busse und Schwebebahn ganztägig in den Depots bleiben. Aufgerufen sind Beschäftigte der Rheinbahn (Düsseldorf und Kreis Mettmann), von WSW mobil (Wuppertal), der Stadtwerke Solingen, der Stadtwerke Remscheid sowie der wupsi (Leverkusen und Bergisch Gladbach).
Busstreik trifft Bahnsperrung
Wer auf den öffentlichen Nahverkehr angewiesen ist, wird den Streik am Dienstag gleich doppelt hart spüren. Wegen Arbeiten der Bahn fährt die S7 bis Donnerstag auf der kompletten Strecke zwischen Remscheid und Solingen nicht. Die SEV-Busse bleiben somit die einzige Möglichkeit, um z.B. von Solingen Ohligs in die Innenstadt zu kommen. Inwieweit die Rheinbahn wie bei den letzten Warnstreiks wieder einen Notfahrplan mit einzelnen Verbindungen von Solingen nach Düsseldorf anbietet, ist noch nicht klar. Nicht vom Streik betroffen ist der RVK (Regionalverkehr Köln), der verschiedene Linien von Solingen und Remscheid nach Leverkusen und Köln betreibt.
Was die Gewerkschaften fordern
„Feierabend mit der Hinhaltetaktik und Verschlechterungsforderungen der Arbeitgeber", kritisiert ver.di Geschäftsführerin Stephanie Pfeier. "Die Arbeitgeber haben offensichtlich keine Ahnung von den Arbeitsbedingungen der Beschäftigten im Nahverkehr.“ Die Gewerkschaft fordert unter anderem eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit bei vollem Lohnausgleich von derzeit 39 auf 37 Stunden. Die Tarifrunde für die kommunalen Verkehrsunternehmen war am Dienstag ohne Ergebnis geblieben und wird am 24. März fortgesetzt. (tk)