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Warnstreiks bei Verkehrsbetrieben in Solingen & Remscheid
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Warnstreiks bei Verkehrsbetrieben in Solingen & Remscheid

Kommt der Busverkehr im RSG-Land zum Erliegen? Für Donnerstag und Freitag (09./10.02.) ruft die Gewerkschaft ver.di zu Warnstreiks im Nahverkehr auf.

Veröffentlicht: Dienstag, 07.02.2023 22:26

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Die Gewerkschaft ver.di will in der laufenden Tarifrunde für den Öffentlichen Dienst den Druck auf die Arbeitgeber-Seite erhöhen und hat für Donnerstag (09.02.) und Freitag (10.02.) daher ganztägige Warnstreiks im Nahverkehr angekündigt. Im Bergischen Städtedreieck sind dazu die Beschäftigten der Verkehrsbetriebe der Stadtwerke Solingen und Stadtwerke Remscheid sowie die WSW mobil GmbH aufgerufen. Die Stadtwerke Remscheid gehen davon aus, dass erst am Samstagmorgen ab Betriebsbeginn wieder die ersten Ausfahrten erfolgen. In Wuppertal sollen sich neben der Verkehrssparte auch die Beschäftigten der gesamten Wuppertaler Stadtwerke beteiligen. Ebenfalls bestreikt wird die Rheinbahn in Düsseldorf.

Die Streikenden sollen sich laut Aufruf am Donnerstag ab 3 Uhr bzw. 3.30 Uhr auf den Betriebshöfen versammeln. Damit soll vermutlich erreicht werden, dass keine Busse die Depots verlassen können. Nicht vom Streik betroffen sind die Bahnunternehmen (RB/RE etc.) und die Busse der RVK (Regionalverkehr Köln). ver.di künftig gleichzeitig bereits weitere Streikmaßnahmen in den kommenden Wochen an. Die nächste Verhandlungsrunde für den Öffentlichen Dienst findet in zwei Wochen (22./23.02.) statt.

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So rechtfertigt ver.di die Warnstreiks

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Stephanie Peifer, Geschäftsführerin des ver.di-Bezirks Düssel-Rhein-Wupper, erklärt in einer Pressemitteilung:

Die hohe Inflation hinterlässt auch in den Portemon­naies vieler öffentlich Beschäf­tigter tiefe Spuren, besonders bei jenen mit niedrigen bis mittleren Gehäl­tern. Deshalb fordert ver.di für die Beschäftigten eine Lohnerhöhung von 10,5%, mindestens aber 500,- €. Von den hohen Preissteigerungen bei Energie und Lebensmitteln sind die Beschäftigten der unteren und mittleren Entgeltgruppen überproportional betroffen. Deshalb ist uns diese soziale Komponente extrem wichtig." Aber genau das haben die Arbeitgeber in der ersten Verhandlungsrunde kategorisch ausgeschlossen. Sie bestreiten auch einen Fachkräftemangel, allenfalls bei herausgehobenen Fach- und Führungskräften hätten sie Probleme, Personal zu gewinnen. Das ist pure Realitätsverweigerung! Bundesweit sind rund 300.000 Stellen im öffentlichen Dienst nicht besetzt. Das betrifft alle Berufsgruppen: Busfahrer*innen, Erzieher*innen, Facharbeiter*innen, Sozialarbeiter*innen, Krankenpflege und viele andere Bereiche. Dabei brauchen wir einen starken und leistungsfähigen öffentlichen Dienst. Und dafür braucht es vor allem eins: wettbewerbsfähige Ein­kommen und keine Reallohn­verluste. Deshalb ruft ver.di die Beschäftigten zum Streik auf. Vor der zweiten Verhandlungsrunde werden wir den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen müssen, damit sie ein verhandlungsfähiges Angebot auf den Tisch legen.
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