
Weiter Diskussionen um A3-Ausbau
Der geplante Ausbau der A3 auf acht Spuren bei uns in der Region bleibt ein Streitthema. Die anliegenden Städte wie Solingen und Langenfeld sehen das Projekt kritisch, Umweltschützer lehnen es ab. Die IHK Düsseldorf fordert jetzt, dass noch einmal über Alternativen zum Ausbau diskutiert wird. Die Düseldorfer IHK möchte prüfen lassen, ob die Freigabe des Seitenstreifens - also drei dauerhafte Spuren plus eine weitere bei viel Verkehr - eine Option sein könnte. Vorteil dieser Variante wäre ein geringerer Eingriff in die Natur. Vor allem die Versieglung weiterer Naturflächen der A3 wird von den Ausbaugegnern kritisiert. Die Bergische IHK hatte zuletzt die Unternehmen in der Region zum geplanten Ausbau befragt. Das Interesse war gering: gerade mal 173 Unternehmen haben sich an der Umfrage beteiligt, die meisten kamen aus Solingen. Und von denen waren nur 38% für den Ausbau.
Auf der A3 sind inzwischen täglich rund 120.000 Fahrzeuge unterwegs, ausgelegt ist sie jedoch nur für 115.000 Fahrzeuge. Es muss also etwas passieren, findet die IHK in Düsseldorf. Sie spricht sich nun dafür aus, den Seitenstreifen der Autobahn freizugeben. Dieser Vorschlag ist nicht neu, er wurde auch schon von den Städten Solingen und Langenfeld gemacht. Auch die Bürgerinitiative "3 reicht!" ist gegen den Ausbau auf acht Spuren. Sie befürchtet einen Verlust von Wohn- und Lebensqualität zwischen Leverkusen und Hilden sowie im Bereich der Ohligser Heide.
Veröffentlicht: Montag, 16.08.2021 03:49