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Weitere Corona-Fälle in Remscheid - Hilda Heinemann Schule schließt
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Weitere Corona-Fälle in Remscheid - Hilda Heinemann Schule schließt

Taxifahrer aus Remscheid hat sich bei infizierten Fahrgästen angesteckt. Darunter waren auch Schulkinder. Hilda Heinemann Schule wird vorsorglich für bis 20. März geschlossen.

Veröffentlicht: Donnerstag, 12.03.2020 20:57

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Das Infektionsgeschehen in Remscheid setzt sich fort, wie die Stadt am Donnerstagabend mitteilt: Ein Taxifahrer, der am vergangenen Mittwoch (4. März) eine Reisegruppe aus dem Nahen Osten vom Flughafen nach Hause transportiert hat, hat sich bei den infizierten Fahrgästen angesteckt. Er befindet sich seit Freitagabend gemeinsam mit seiner Ehefrau in häuslicher Quarantäne, nachdem sich bei ihm erste Erkältungssymptome gezeigt hatten. Inzwischen hat der Test bestätigt, dass der Mann das Coronavirus in sich trägt.

Besonders kritisch in seinem Fall ist, dass er nach dem Transport der Reisegruppe weitere Taxifahrten angenommen hat und im Zuge dessen am Freitag (6. März) vier Schulkinder transportiert hat. Eines geht zur Sophie-Scholl-Gesamtschule, zwei besuchen das Leibniz-Gymnasium und eines ist Schülerin der Hilda-Heinemann Schule. Ob sich die Kinder auf der gemeinsamen Fahrt angesteckt haben, ist ungewiss. Keines von ihnen zeigt bislang Erkältungssymptome – eines der wesentlichen Kriterien dafür, dass sie als begründet verdächtig nach den Richtlinien des Robert-Koch-Instituts (RKI) betrachtet werden. Aber: Bei der Schülerin der Hilda-Heinemann-Schule kann Beschwerdefreiheit nicht eindeutig festgestellt werden. Das Kind wird dauerbeatmet und kann sich nicht direkt zum eigenen Gesundheitszustand äußern. Deswegen ist nicht auszuschließen, dass es erste milde Symptome einer Erkältung zeigt. Das zusammen mit der Tatsache, dass sie direkten Kontakt zu einem an dem Corona-Virus infizierten Menschen hatte, macht sie zu einer Person, die nach RKI-Kriterien im begründeten Verdacht steht, sich infiziert zu haben.

Mit diesem Wissen hat sich der Remscheider Krisenstab am Donnerstagabend dazu entschieden, die Hilda-Heinemann-Schule ab Freitag (12. März) für die Dauer der angenommenen Inkubationszeit von 14 Tagen – gerechnet vom 6. bis einschließlich 20. März – für die insgesamt 151 Schülerinnen und Schüler zu schließen. Nicht auszuschließen ist das Risiko, dass die Schülerin das Virus in die Schule hineingetragen hat. Ganz besondere Berücksichtigung findet hier der Umstand, dass die Schülerschaft der Förderschule mit dem Schwerpunkt der geistigen Behinderung – genauso wie die Schülerin selbst auch – zum besonders schützenswerten Personenkreis nach den RKI-Richtlinien gehört. Die Kinder sind teils multipel erkrankt oder haben (Vor-)Erkrankungen, die ihr Immunsystem in besonderer Weise schwächen. Allein aus diesem Grunde wären die gesundheitlichen Risiken bei einer Infektion mit dem Corona-Virus für sie fatal.

Die Sophie-Scholl-Gesamtschule und das Leibniz-Gymnasium werden nicht geschlossen. Die Schülerschaft dieser Schulen gehört nicht zu der beschriebenen RKI-Risikogruppe. Die Schülerinnen und Schüler sind beschwerdefrei. Sie befindenden sich bis auf weiteres in häuslicher Quarantäne und nehmen am Unterricht bis zum Ausschluss der Infektion nicht teil.

Der Remscheider Krisenstab hat die zuständige Schulrätin Brigitte Dörpinghaus und den Schulleiter Christian Jansen bereits über die Schulschließung informiert. Mittels Telefonkette werden jetzt alle Eltern kontaktiert. Auch die Lehrerschaft wird kurzfristig informiert. Sie gehen weiter in die Schule und halten zu den Eltern Kontakt.

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Weiterer bestätigter Fall in Remscheid

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Ein weiterer Mann aus Remscheid ist positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Er hat erste Symptome einer COVID-19-Erkrankung wenige Tage nach seiner Rückreise aus Südtirol gezeigt. Er befindet sich bis auf weiteres in häuslicher Quarantäne.

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