
Weiterhin Gefahr an der Wupper
Auch einige Wochen nach dem Hochwasser im Bergischen ist es an und auf der Wupper immer noch gefährlich. Darauf weist der Wupperverband jetzt noch mal ausdrücklich hin.
Veröffentlicht: Donnerstag, 12.08.2021 04:47
Der Verband bittet dringend darum, von allen Freizeitaktivitäten an der Wupper abzusehen. Die Stadt Solingen hatte bereits vor einer Weile vor Kanufahrten auf der Wupper gewarnt, der Wupperverband erneuert diese Warnung jetzt noch mal. In der Wupper befinde sich immer noch viel Treibgut, an einigen Stellen kommen große Bagger und Kräne wegen der Aufräumarbeiten zum Einsatz. Das sei eine große Gefahr für Kanufahrer, außerdem würden sie die Aufräumarbeiten stören. An der Wupper-Talsperre gilt immer noch Umweltalarm.
An der Unteren Wupper gibt es drei klassische Kanustrecken:
Die Strecke Burgholz bis Müngsten (Strecke 1), Wupperhof bis Leichlingen (Strecke 2) und Müngsten bis Wupperhof (Strecke 3).
Zur Befahrung der Strecken 2 und 3 muss ein bestimmter Mindestpegel der Wupper gegeben sein. Referenzpegel ist hier normalerweise der Pegel Opladen. An diesem Standort gibt es einen Landespegel und einen Pegel des Wupperverbandes. Der Landespegel kann aufgrund der Hochwasserauswirkungen im Pegelbereich derzeit keine verlässlichen Daten liefern. Die Pegel-Einrichtung des Wupperverbandes ist durch das Hochwasser stark beschädigt worden und kann voraussichtlich bis zum Ende der Kanusaison nicht ersetzt werden. Dessen Daten sind sonst auf der Seite https://fluggs.wupperverband.de/v2p/web/fluggs/startseiteim
Dies ist zurzeit aufgrund der Beschädigung nicht möglich. Die Einhaltung des Mindestpegels dient dem Schutz des ökologisch wertvollen Unterwasserbereiches, zumal ein Großteil des dortigen Wupperlaufs als Naturschutzgebiet ausgewiesen ist.
Weiterhin wird von Kanutouren auf der Unteren Wupper abgeraten. Wer dennoch fährt, tut dies auf eigene Gefahr. Personen, die trotz der Empfehlung fahren, werden gebeten, sich mit Blick auf die zerstörte Pegelmessstation auf die Strecke 1 zu beschränken, da diese die einzige Route ohne Pegel-Regelung ist. Zudem wird zur eigenen Sicherheit empfohlen, sich geführten Touren anzuschließen.
Auch unabhängig vom Hochwasser gilt: Die Wupper ist kein Badegewässer:
https://www.wupperverband.de/service/freizeit/baden/baden-wupper