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Weniger Arbeitslose im Bergischen
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Weniger Arbeitslose im Bergischen

Die Arbeitslosigkeit ist im RSG-Land im Juli insgesamt leicht gesunken. Aktuell sind gut 11.000 Personen arbeitslos gemeldet, gut 90 weniger als noch im Monat zuvor. Allerdings ist die Entwicklung in Remscheid und Solingen unterschiedlich.

In Remscheid ist die Arbeitslosigkeit leicht gestiegen. Aktuell sind hier gut 4.500 Menschen arbeitslos gemeldet, 27 mehr als im Juni. In Solingen gab es dagegen einen Rückgang um gut 120 Personen auf jetzt gut 6.600 Arbeitslose. Der leichte Anstieg in Remscheid und auch in Wuppertal hat vor allem saisonale Gründe, heißt es von der Agentur für Arbeit. Befristungen seien zum Halbjahresende ausgelaufen, Schulabgänger melden sich arbeitslos und in den Sommerferien werden kaum neue Mitarbeiter eingestellt. Außerdem würden sich die Unternehmen wegen Corona weiterhin bei der Stellenbesetzung zurückhalten.

„Für den geringfügigen Anstieg der Arbeitslosigkeit sehe ich vor allem saisonale Gründe - Befristungen sind zum Halbjahresende ausgelaufen, Schulabgängerinnen und –abgänger melden sich arbeitslos und in den Sommerferien werden keine neuen Mitarbeiter eingestellt. Natürlich macht sich hier auch die nachvollziehbare Zurückhaltung der Unternehmen bei der Stellenbesetzung bemerkbar. Es sind aber deutlich weniger Menschen ohne Arbeit als vor einem Jahr. Besonders erfreulich ist der Rückgang der Jugendarbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr“, fasst Martin Klebe, Leiter der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal und örtli-cher Arbeitsmarktexperte, die aktuelle Arbeitsmarktentwicklung zusammen.

Veröffentlicht: Donnerstag, 29.07.2021 08:11

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Der Arbeitsmarkt in Remscheid

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Entwicklung der Arbeitslosigkeit

Aktuell sind in Remscheid 4.455 Personen arbeitslos gemeldet, das sind 27 Personen oder 0,6 Prozent mehr als im Vormonat. Im Vergleich zum Juli des Vorjahres sind dies 412 Personen (-8,5 Prozent) weniger. Die Arbeitslosenquote beträgt 7,5 Prozent. Vor einem Jahr belief sie sich auf 8,2 Prozent (-0,7 Prozentpunkte). Im aktuellen Monat meldeten sich 794 Personen neu oder erneut arbeitslos, 761 Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden.

 

Entwicklung der Kurzarbeit

Angezeigte Kurzarbeit

Im Juni 2021 wurden in der Stadt Remscheid insgesamt (alle Anspruchsgrundlagen) 14 Anzeigen auf Kurzarbeitergeld für 176 Personen bearbeitet.

Tatsächlich erfolgte Kurzarbeit:

Die Daten für die tatsächlich erfolgte Kurzarbeit erfordern eine Wartezeit von sechs Monaten. Im Januar 2021 haben in Remscheid insgesamt 583 Betriebe für 4.629 Personen Kurzarbeitergeld beantragt. Die Kurzarbeiter-Quote stellt den Anteil der Kurzarbeiter/innen an der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung dar und betrug im Januar 2021 9,1 Prozent.

 

Entwicklung der Stellenangebote

Im Juli 2021 wurden der Agentur für Arbeit Remscheid 164 neue Stellen gemeldet, das sind 18 (12,3 Prozent) mehr als im Vormonat. Somit wurden seit Jahresbeginn im Vergleich zum Vorjahr 363 (-26,0 Prozent) neue Stellen weniger gemeldet. Im Bestand befinden sich nun insgesamt 467 offene Stellen. Das sind 78 mehr als im Vormonat und 284 weniger als im Vorjahresmonat.

 

Jugendarbeitslosigkeit

Aktuell sind 385 junge Menschen unter 25 Jahren von Jugendarbeitslosigkeit betroffen – im Vergleich zum Vormonat sind dies 41 Jugendliche (+11,9 Prozent) mehr. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Jugendarbeitslosigkeit um 54 Personen (-12,3 Prozent) gesunken.

 

Langzeitarbeitslose

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen. Aktuell sind 1.866 Menschen von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen, das sind 173 (+10,2 Prozent) mehr als vor einem Jahr. Von den Langzeitarbeitslosen werden 88,9 Prozent (1.659 Personen) in der Grundsicherung betreut.

Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung erfasst zusätzlich zur Arbeitslosigkeit auch Personen, die als Teilnehmer von Maßnahmen, aufgrund von Krankheit oder sonstigen Gründen nicht als Arbeitslose gezählt werden. Die Unterbeschäftigung umfasst aktuell 5.787 Personen; das sind 22 Personen weniger als im Vormonat und 578 Menschen (-9,1 Prozent) weniger als vor einem Jahr.

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Der Arbeitsmarkt in Solingen

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Entwicklung der Arbeitslosigkeit

Aktuell sind in Solingen 6.619 Personen arbeitslos gemeldet, das sind 119 Personen oder 1,8 Prozent weniger als im Vormonat. Im Vergleich zum Juli des Vorjahres sind dies 1.081 Personen (-14,0 Prozent) weniger. Die Arbeitslosenquote beträgt 7,6 Prozent. Vor einem Jahr belief sie sich noch auf 8,8 Prozent (-1,2 Prozentpunkte). Im aktuellen Monat meldeten sich 906 Personen neu oder erneut arbeitslos, 1.027 Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden.


Entwicklung der Kurzarbeit

Angezeigte Kurzarbeit

Im Juni 2021 wurden in der Stadt Solingen insgesamt 12 Anzeigen auf Kurzarbeitergeld (alle Anspruchsgrundlagen) für 55 Personen bearbeitet.

Tatsächlich erfolgte Kurzarbeit

Die Daten für die tatsächlich erfolgte Kurzarbeit erfordern eine Wartezeit von sechs Monaten. Im Januar 2021 haben in der Stadt Solingen insgesamt 794 Betriebe für 4.645 Personen Kurzarbeitergeld beantragt. Die Kurzarbeiterquote stellt den Anteil der Kurzarbeiter/innen an der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung dar und betrug im Januar 2021 acht Prozent.


Entwicklung der Stellenangebote

Im Juli 2021 wurden der Agentur für Arbeit Solingen 172 neue Stellen gemeldet, das sind 21 (+13,9 Prozent) mehr als im Vormonat. Somit wurden seit Jahresbeginn im Vergleich zum Vorjahr 24 (-1,6 Prozent) neue Stellen weniger gemeldet. Im Bestand befinden sich nun insgesamt 630 offene Stellen. Das sind 32 mehr als im Vormonat und 279 weniger als im Vorjahresmonat.


Jugendarbeitslosigkeit

Aktuell sind 756 junge Menschen unter 25 Jahren von Arbeitslosigkeit betroffen - im Vergleich zum Vormonat 18 Jugendliche (+2,4 Prozent) mehr. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Jugendarbeitslosigkeit um 250 Personen (-24,9 Prozent) gesunken.


Langzeitarbeitslose

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen. Aktuell sind 3.013 Menschen von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen, das sind 560 (+22,8 Prozent) mehr als vor einem Jahr. Von den Langzeitarbeitslosen werden 87,9 Prozent (2.647 Personen) in der Grundsicherung betreut.


Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung erfasst zusätzlich zur Arbeitslosigkeit auch Personen, die als Teilnehmer von Maßnahmen, aufgrund von Krankheit oder sonstigen Gründen nicht als Arbeitslose gezählt werden. Die Unterbeschäftigung umfasst aktuell 8.929 Personen. Das sind 91 (- 1,0 Prozent) Personen weniger als im Vormonat, und 789 Menschen (-8,1 Prozent) weniger als vor einem Jahr.

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