
Weniger Stau am Müllheizkraftwerk
Das Müllheizkraftwerk an der Sandstraße in Solingen soll optimiert werden. Unter anderem die Anliefersituation ist aktuell nicht optimal. Oft kommt es zu einem Stau auf der Sandstraße, was oft zu gefährlichen Verkehrssituationen führt. Auch die Anwohnerinnen und Anwohner sind von der Situation aktuell nicht begeistert. Die Stadt hat jetzt neue Pläne für den Standort vorgestellt. Der PKW-Verkehr soll in Zukunft im Sinne einer Einbahnstraßenregelung über die Eintrachtstraße abfließen, um die Wartezeiten im Bereich Kronprinzenstraße und Sandstraße zu vermeiden. Der ankommende Verkehr staut sich dadurch, dass der gewerbliche und private Anlieferungsverkehr gemeinsam über eine Eingangswaage müssen. Diese Situation soll sich durch eine neue Anordnung der gewerblichen und der privaten Container auflösen. Außerdem soll eine begrünte Schallschutzwand das benachbarte Lehrerseminar vor Lärm schützen. Die Umgestaltung soll bis 2030 abgeschlossen sein.
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Die TBS über die Pläne
Die TBS entwickeln sich kontinuierlich in allen Geschäftsfeldern weiter. Um als Umweltbetrieb die anstehenden Aufgaben der Zukunft organisatorisch optimal und wirtschaftlich zu erledigen, ist eine Neuausrichtung des Betriebes im Konzept „TBS 2030“ geplant.
Ein wichtiger Baustein in diesem Konzept in die dringend notwendige Verbesserung der Anliefersituation am Müllheizkraftwerk (MKHW). Aktuell kommt es nicht nur häufig zum Rückstau an der Sandstraße, sondern auch am Müllbunker. Durch anliefernde Großraum-LKWs entstehen zusätzliche Gefahren für alle Nutzer:innen. Auch der Rückstau in die Sandstraße führt immer wieder zu schwierigen Verkehrssituationen und Belastungen für die dortigen Anwohner:innen.
Als Umweltbetrieb, der zudem Dienstleistungen für die Bürger:innen der Stadt erbringt, sind die TBS stets bestrebt, ihre Prozesse zu hinterfragen und im Hinblick auf Aspekte wie Wirtschaftlichkeit und Bürgerzufriedenheit zu optimieren.
Um diesem Aspekt nachzukommen, wurde im Jahr 2017 der Beschluss gefasst, Änderungen an der aktuellen Ist-Situation vorzunehmen. Leider konnte kein geeignetes Grundstück - trotz intensiver Bemühungen - im Stadtgebiet erworben werden, welches die Kriterien hierbei erfüllt.
Wie ist die Verkehrsregelung geplant? Wie möchte man sicherstellen, dass vor Ort kein „Verkehrschaos“ entsteht?
Das politische Steuerungsgremium, der zentrale Betriebsausschuss (ZBA) hat mittels Ratsbeschluss entschieden, dass eine Verlagerung der bereits vorhandenen Container-Abfallsammlung auf dem Grundstück des MHKW stattfinden soll. Durch die Trennung der betrieblichen Verkehrsströme soll eine bessere Verteilung der Kundenströme und somit eine Verkürzung der Wartezeiten und mehr Sicherheit für die Anlieferer:innen und Abholer:innen erreicht werden. Zusätzlich soll der PKW-Verkehr im Sinne einer Einbahnstraßenregelung in Zukunft über die Eintrachtstraße abfließen, um künftig die störenden Wartezeiten und Stausituationen durch ein- und ausfahrende Fahrzeuge im Bereich Einmündung Kronprinzenstraße auf der Sandstraße zu vermeiden. Der ankommende Verkehr staut sich im Wesentlichen dadurch, dass der gewerbliche und private Anlieferungsverkehr gemeinsam über eine Eingangswaage müssen. Diese Situation wird durch die neu angeordnete Containersammlung, die sich bisher auf dem Vorplatz befindet und auf die rechte Seite der Zufahrt gebracht werden soll, entflochten. Da der private Verkehr danach über die Eintrachtstraße abgeführt werden soll, wird es voraussichtlich zu keiner Rückstausituation mehr in der Sandstraße kommen. Ein Verkehrschaos wird es somit nicht geben.
Wie schützt mal das benachbarte Lehrer-Seminar vor einem zu hohen Verkehrs- und Lärmaufkommen?
Um eventuelle Geräuschspitzen und andere Belästigungen von der angrenzenden Ausbildungsstätte für Lehrer:innen fernzuhalten, ist eine begrünte Schallschutzwand vorgesehen. Durch eine Neuordnung der Parkplätze des Lehrerseminars, erhöht sich zudem deren Anzahl um zwei. Zusätzlich schaffen die TBS 23 weitere Parkplätze. Eine in Auftrag gegebene Verkehrssimulation bestätigt ebenfalls, dass durch den Neubau kein erhöhtes Verkehrs- und Lärmaufkommen zu erwarten ist. Eine erneute Überprüfung zu Verkehrsspitzen des Lehrer-Seminars wird auf Wunsch der Lehrer:innen ebenfalls noch einmal zeitnah folgen.
Bei der neu geplanten Ausfahrtsstraße werden lediglich PKW-Fahrzeuge den neuen Wertstoffhof verlassen. Das Ergebnis der schalltechnischen Berechnung zeigt, dass bei einem normalen PKW-Aufkommen kein zusätzlicher Schallschutz erforderlich ist. Dennoch ist eine begrünte 2,5 m hohe Wand als Schutz vorgesehen. Im worse case würde die höchste Belastung bei 58,6 db liegen; Im Vergleich 40 bis 60 dB entspricht einer normalen Gesprächslautstärke oder einem leisen Radio.