
Wupperinsel in Unterburg wird vorsorglich gesperrt
Erwarteter Dauerregen am Sonntag sorgt für erhöhte Hochwasser-Gefahr in Unterburg. Feuerwehr und Wupperverband bereiten sich vor.
Veröffentlicht: Samstag, 05.02.2022 15:30
Wupperinsel in Unterburg wird vorsorglich gesperrt
Die Wupperinsel in Unterburg wird ab Samstagabend (ca. 19 Uhr) bereits vorsorglich gesperrt. Darüber hat uns die Leitstelle der Solinger Feuerwehr soeben informiert. Entsprechende Hinweisschilder werden derzeit aufgestellt. Sollten die Pegelstände bestimmte Warngrenzen überschreiten, werden auch Sandsäcke nach Unterburg gebracht und dort zur Abholung durch die Anwohner deponiert. Gleich gegen 17 Uhr wird für das Solinger Stadtgebiet auch die Warn App NINA mit entsprechenden Hinweisen ausgelöst. (Samstag, 16.30 Uhr)
Hochwasser-Gefahr: Feuerwehr und Wupperverband bereiten sich vor
Der Sonntag wird ungemütlich und nass: Kräftige Böen und Dauerregen sind angekündigt. Auf Basis der aktuellen Vorhersagen des Deutschen Wetterdienstes erwartet der Wupperverband (Stand Samstagvormittag) im Laufe des Wochenendes Niederschlagsmengen bis zu 60 Liter pro Quadratmeter. Das kann entlang der Wupper und vor allem an den kleineren Nebenbächen dazu führen, dass Wasser über die Ufer tritt.
„Das ist kein Vergleich zur Hochwassersituation im Juli“, sagt Meteorologe David Bötzel vom Deutschen Wetterdienst. Dennoch sind alle Beteiligten nach den Ereignissen im Sommer natürlich besonders sensibilisiert. Der Wupperverband betont am Samstagmittag: „In den Talsperren ist noch genug Stauraum frei.“ Vorsorglich werde man aber etwas mehr Wasser als normal aus den Talsperren abfließen lassen, um zusätzlich Puffer für die erwarteten Regenmengen zu schaffen.
Aktuelle Situationsberichte gibt es hier im Hochwasserschutz-Portal des Wupperverbands und sowie beim Hochwasser-Meldedienst des Landes NRW.
Der Wupperverband empfiehlt allen, die an der Wupper und den Nebengewässern wohnen, besonders vorsichtig zu sein und auf die eigene Sicherheit zu achten: „Kellerräume oder tiefergelegene Bereiche, z. B. Unterführungen, sollen im Falle eines Hochwassers nicht betreten werden.“
Die Feuerwehrleitstellen für Solingen und Remscheid bleiben mit dem Wupperverband in Kontakt. Sollten tatsächlich kritische Grenzwerte überschritten werden, werde man umgehend reagieren, heißt es aus Solingen. Remscheider Feuerwehr und Umweltamt wollen, wenn sich die Vorhersagen bestätigen, mögliche „Hotspots“ an Brücken und Auenlagen durch Kontrollfahrten im Blick behalten.
Der Dauerregen soll laut aktueller Vorhersage erst zum Sonntagabend allmählich nachlassen.
Radio RSG informiert hier und im Programm aktuell über die weitere Entwicklung.