
Wuppertaler Staatsanwaltschaft ermittelt nicht gegen Polizei
Die Wuppertaler Staatsanwaltschaft ermittelt nicht gegen Beamte der Wuppertaler Polizei - das hat die Staatsanwaltschaft heute Mittag (10.04.) bekannt gegeben.
Veröffentlicht: Donnerstag, 10.04.2025 11:51
Geprüft wurde, ob es eine mögliche Unterdrückung von Beweismaterial im Prozess um den Anschlag an der Grünewalder Straße gegeben hat. Die Vertreterin der Nebenklage im Brandanschlags-Prozess hatte der Polizeibehörde vorgeworfen, Beweismaterial, das auf eine rassistische Gesinnung des Angeklagten schließen lasse, nicht mit in die Akten aufgenommen und vorsätzlich unterdrückt zu haben. Für diesen Vorsatz gebe es keine Hinweise, sagt die Staatsanwaltschaft jetzt. Fotos von einem rassistischen Gedicht und von Büchern mit NS-Bezug hätten in die Akte aufgenommen werden müssen, allerdings hätten die Beamten in der Garage des Angeklagten vor allem nach Brandbeschleuniger gesucht. Somit hätten die Beamten wahrscheinlich weder das Gedicht, noch die Bücher als verfahrensrelevant eingeschätzt. Die Bücher seien außerdem in einer leerstehenden Wohnung gefunden worden, die der Angeklagte nicht bewohnte. Die Nebenklage kann Beschwerde gegen die Entscheidung der Staatsanwaltschaft einlegen. (ns/cg)