Das wollen Solingens Parteien fürs Jobs & Wirtschaft tun

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Die Frage: Was wollen Sie tun, um die Solinger Wirtschaft zu stärken und Arbeitsplätze in Solingen zu halten bzw. zu schaffen?

Hinweis: für die Inhalte der Antworten sind die Parteien verantwortlich. Radio RSG hat sie redaktionell nicht überarbeitet (lediglich haben wir Links entfernt).

CDU Solingen

Solingen braucht wirtschaftliche Stärke, um Arbeitsplätze zu sichern, den städtischen Haushalt zu entlasten und Zukunftsperspektiven zu schaffen. Deshalb setzen wir auf eine neue Partnerschaft zwischen Verwaltung, Wirtschaft und Bildung. Wir wollen Unternehmen mit der Wirtschaftsförderung einen zentralen Ansprechpartner für alle behördlichen Anliegen bieten, gemeinsam bürokratische Verfahren vereinfachen und Verwaltungsprozesse beschleunigen. Zugleich fördern wir die enge Zusammenarbeit mit Schulen und Berufskollegs aber auch dem Jobcenter und Sozialverbänden, um Ausbildung und Fachkräftegewinnung besser zu verzahnen. Wir schaffen ein wirtschaftsfreundliches Klima mit klaren Strukturen, verlässlicher Unterstützung und konkreten Lösungen – für alle, die in Solingen investieren, ausbilden oder gründen wollen.

SPD Solingen

Eine der größten Herausforderungen ist, dass Solingen ein starker Wirtschaftsstandort bleibt – mit sicheren und guten Arbeitsplätzen für die Menschen hier. Für Josef Neumann wird Wirtschaft deshalb Chefsache. Er befindet sich im stetigen Austausch mit Firmen und Betrieben, um ihre Anliegen direkt aufzunehmen. Gemeinsam mit der SPD Solingen will er eine Wirtschaftsförderung, die Betrieben wirklich den Rücken stärkt: mit Beratung, digitaler Unterstützung, Fördermitteln und aktiver Betreuung. Eine Task Force Wirtschaft soll Probleme schnell und unbürokratisch lösen, damit Betriebe zuverlässig planen können. Besonders wichtig ist, Innovationen gezielt zu fördern und Solingen als Standort sichtbarer zu machen – regional und international. Denn Solingen braucht starke Unternehmen, Handwerk und Start-ups: Sie sind das Rückgrat unserer Stadt und Grundlage für gute Arbeit.

FDP Solingen

Deutschland befindet sich aktuell in einer Wirtschaftskrise. Drei Rezessionsjahre hintereinander hat es noch nie in der Bundesrepublik gegeben. Diese Krise tri3t vor allem unsere Heimatstadt, da viele unserer Arbeitsplätze an die schwächelnde Automobilindustrie geknüpft sind. Besonders verhängnisvoll ist die fehlende Perspektive für viele Solinger Unternehmen. So berichtet die städtische Wirtschaftsförderung davon, dass sie mehreren Unternehmen keine Gewerbeflächen für eine angedachte Vergrößerung anbieten kann. Dieser Mangel an Gewerbeflächen führt dazu, dass Unternehmen Solingen verlassen und neue Unternehmen nicht nach Solingen kommen. Das schwächt die Jobchancen der Solinger und die Einnahmen der Stadtkasse. Wir wollen neue Gewerbeflächen entwickeln und so Unternehmen in Solingen halten sowie neue zu uns holen. Um diese Ziele zu erreichen, werden wir auch die Wirtschaftsförderung neu aufstellen. Außerdem werden wir städtische Bürokratie konsequent abbauen und Genehmigungsverfahren beschleunigen. Unternehmen sollen ferner nur noch einen Ansprechpartner in der Verwaltung haben. Dieser sogenannte Wirtschaftslotse kümmert sich um eine reibungslose Zusammenarbeit mit den Behörden.

Die Grünen Solingen

Eine starke Solinger Wirtschaft braucht in erster Linie stabile, verlässliche gesetzliche Rahmenbedingungen. Wir wollen Unternehmen von überbordender Bürokratie entlasten, Flächenbedarf durch die Revitalisierung von Brachflächen decken und den Flächenschutz ernst nehmen. Besonders wichtig ist uns die Ansiedlung von zukunftsfähigen, nachhaltigen Unternehmen und die Stärkung des lokalen Handwerks. Gleichzeitig wissen wir: Arbeitskräfte kommen nur, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Deshalb gehören gute Kitas, verlässliche OGS-Angebote und eine funktionierende, klimafreundliche Mobilität für uns unmittelbar zur Wirtschaftspolitik dazu – nur so bleibt Solingen für Fachkräfte attraktiv. Wir wollen Kooperationen mit Hochschulen intensivieren, um Forschung und Innovation hier zu verankern. Unser Ziel ist ein Wirtschaftsstandort, der Tradition und Innovation verbindet und in dem Arbeitsplätze sicher sind, weil die Stadt verlässlich und planbar auftritt.

Die Linke Solingen

Solingen hat eine sehr gute ökonomische Infrastruktur und ist Heimat vieler Betriebe, die hochqualitativ arbeiten – erstmal natürlich im Bereich sämtlicher Arten von Klingen, aber auch weit darüber hinaus. Zuletzt gab es aber auch einige Wermutstropfen, wie vor allem die Unternehmenspleiten von Accuride und Kortenbach. Dennoch ist die Lage besser als an vielen anderen Orten und dies gilt es zunächst einmal wertzuschätzen und weiterzuführen. Die Ansiedlung neuer Unternehmen ist grundsätzlich wünschenswert, vor allem dann, wenn sie nachhaltig arbeiten und eine signifikante Anzahl von Arbeitsplätzen mitbringen. Wir sind aber nicht wie viele andere Parteien der Meinung, dass man nun eifrig etliche weitere Gewerbegebiete ausweisen und versiegeln (!) müsste, um auf Gedeih und Verderb neue Unternehmen anzulocken – das kann man nämlich nicht erzwingen und es reduziert auch die Lebensqualität der Solinger:innen, wie die aktuelle Auseinandersetzung um die Gebiete Schrodtberg und Stöcken und die Kritik der dort wohnenden Menschen eindrucksvoll verdeutlicht. An erster Stelle muss stehen, dass wir eine soziale und lebenswerte Stadt haben – und was Unternehmensansiedlungen und Gewerbegebiete angeht, so genügt es völlig, in dem Moment, wo ein Unternehmen überlegt sich in Solingen niederzulassen (was u.a. aufgrund unserer vorhandenen guten Infrastruktur gar nicht unwahrscheinlich ist!), gemeinsam nach entsprechenden Gebieten Ausschau zu halten. Viel wichtiger ist zum Beispiel, dass es genügend Kita-Plätze für alle gibt.

BfS Solingen

Unsere Wirtschaft ist das Rückgrat unserer Stadt. Wir setzen auf eine enge Zusammenarbeit mit den Solinger Betrieben, von den kleinen Handwerksunternehmen bis hin zu den international erfolgreichen Mittelständlern. Dazu wollen wir Bürokratie abbauen, Digitalisierung vorantreiben, Flächen für Unternehmen sichern und Start-Ups gezielt fördern. Es braucht dringend Maßnahmen in die Förderung der Infrastruktur für alle Verkehrsteilnehmende und ebenso wichtig ist uns die Stärkung des dualen Ausbildungssystems und die bessere Vernetzung zwischen Schulen, Fachhochschulen und der Solinger Wirtschaft. So halten wir Arbeitsplätze vor Ort und machen Solingen attraktiv für neue Unternehmen.

SG Zukunft

Die Wirtschaft besteht aus mehr als Industrie, die große ebenen Flächen benötigt. 72% der Bruttowertschöpfung in Solingen kommt aus Dienstleistungen. Die Industrie braucht aber Verlässlichkeit. Daher sind kurzfristige Entscheidungen ein bereits verabschiedetes Industriegebiet wieder zu canceln, kontraproduktiv. Wir müssen echte Standortvorteile erarbeiten, damit alte Wirtschaftstreibende hier bleiben und neue dazu kommen. Ein großer Unternehmer sagte neulich in einem Interview, der einzige Grund in Solingen zu bleiben 

wäre aus Nostalgie. Das ist zu wenig. Wir können die Wirtschaft stützen in dem wir Kita Ganztagesplätze endlich für alle realisieren, den Offenen Ganztag ausbauen und jungen Familien günstigen Wohnraum am Rande unserer wunderbaren Natur anbieten, z.B. über die zuvor angesprochene Genossenschaft. Wohnen in den umliegenden Großstädten ist teuer, pendeln stressig. Wenn wir gut ausgebildete Menschen nach Solingen ziehen, stärkt das die Wirtschaft. Darüber hinaus müssen wir das gute Gründernetzwerk, das in den letzten Jahren erfolgreich von der WiFö entwickelt wurde, weiter ausbauen und noch besser mit bestehenden Unternehmen vernetzten. Die WiFö muss viel stärker proaktiv agieren und den der Wirtschaft deutlich intensiver „den Puls“ fühlen um frühzeitig auf zukünftige Anforderungen vorbereitet zu sein. Sie muss zu einem viel stärkeren Dienstleister werden, der SOLINGER Unternehmer noch besser fördert.

Die Partei Solingen

Das A in PARTEI steht für Arbeit. Wir fördern Wirtschaft mit regelmäßigen Stammtischen zu lokalen Themen. Kneipen, Cafés und Dönerbuden sind systemrelevant, wir fordern daher eine Bierpreisbremse und führen konsequent den Bierpreisspiegel ein (analog zum Mietspiegel). Wer unter 2,80 € pro 0,5 l liegt, bekommt städtische Fördermittel. Unsere Kneipengutscheine während Corona waren ein voller Erfolg. Außerdem: Unterstützung für kreative Selbstständige, lokale Produktion statt Temu & Co. Und natürlich mehr Biergärten. Wirtschaft darf auch wieder schmecken. Und im Biergarten lässt sich am besten über Bildung und neue Berufsfelder in den Bereichen verrückte Dienstleistungen, künstliche Intelligenz, erneuerbare Energien, digitale Medien und grüne Technologien sinnieren.

ABI Solingen

- Mehr Gewerbeflächen schaffen: Wir wollen zusätzliche Industrie- und Gewerbeflächen ausweisen, damit Unternehmen in Solingen wachsen und neue Arbeitsplätze entstehen können.

- Schnellere Genehmigungen: Baugenehmigungen müssen unbürokratischer und schneller erteilt werden, um Investoren und Betriebe nicht abzuschrecken.

- Nachhaltigkeit fördern: Wir unterstützen Unternehmen, die klimafreundlich arbeiten oder erneuerbare Energien nutzen – so stärken wir die Wirtschaft und geben Solingen ein modernes, grünes Profil.

Die Themen der Wahl

Hier könnt ihr vergleichen, wie die befragten Parteien & Gruppen zu einem bestimmten Themenkomplex stehen:

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Kitas & Schulen

Bezahlbarer Wohnraum

Straßen & Verkehr

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