Das planen Remscheids Parteien für mehr bezahlbaren Wohnraum
Veröffentlicht: Samstag, 30.08.2025 13:07

Die Frage: Was sind Ihre Pläne, um in Remscheid mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen?
CDU Remscheid
Wir wollen jedes Jahr rund 300 zusätzliche Wohneinheiten schaffen – durch Neubau und die Reaktivierung vorhandenen Wohnraums. Dabei setzen wir auf eine vielfältige Wohnraumpolitik ohne ideologische Vorgaben. Der von der Bundesregierung beschlossene Bauturbo sowie die Förderprogramme des Landes NRW (2,3 Mrd. € für sozialen Wohnungsbau) bieten hierfür wichtige Impulse. Sozialwohnungen, Azubi- und Studentenwohnheime sowie eine stärker digitalisierte Bauverwaltung sollen den Wohnungsmarkt entlasten. Ein starker Partner bleibt die städtische Wohnungsbaugesellschaft GEWAG, die wir gezielt weiter stärken werden. Wir wollen darüber hinaus Schrottimmobilien angehen, Tauschbörsen fördern und auch für ältere Menschen passende Wohnangebote schaffen, damit sie in ihrem Stadtteil bleiben können.
SPD Remscheid
Die SPD sieht bezahlbaren Wohnraum als zentrales Thema und will über die GEWAG mehr sozialen Wohnraum schaffen, um den Bedarf zu decken. Der Bestand soll energetisch saniert werden. Durch Erbpacht sowie eine aktive Bodenpolitik wollen wir bezahlbares Bauen ermöglichen. Wohnungsbaugenossenschaften sollen im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten bei der Vergabe von Grundstücken bevorzugt werden.
Die Grünen Remscheid
Noch ist es in Remscheid nicht so schlimm wie anderswo. Immer noch stehen Wohnungen leer. Das Problem ist die große Zahl von Wohnungen, die in einem schlechten Zustand sind und dringend saniert werden müssen. Auf der Basis einen integrierten Wohnraumkonzeptes, dass wir gemeinsam mit den Expertinnen und Experten der Wohnungsbauunternehmen erstellen wollen, werden kreative Lösungen entwickelt wie Menschen in Remscheid günstig und gesund leben können.
FDP Remscheid
Wir wollen weiter Wohnungen in Remscheid schaffen. Hierzu wurden in den vergangenen Jahren weitere Flächen angekauft. Diese müssen nun entwickelt werden. Auf diesen Flächen wollen wir attraktiven und bezahlbaren Wohnraum errichten. Dabei wollen wir weiterhin Flächen für den Bau von Ein- und Zweifamilienhäusern sowie Mehrfamilienhäusern anbieten. Dazu gehört auch der Ausbau alten- und behindertengerechter Wohnungen. Gleichzeitig wollen wir die Eigentümer der Wohnungen, die am Markt nicht mehr nachgefragt werden, beraten lassen, um diese Immobilien weiterzuentwickeln. Viele Eigentümer sind aktuell aufgrund der Änderung des Gebäudeenergiegesetzes verunsichert. Wir wollen die kommunale Wärmeplanung aktiv begleiten und damit Sicherheit für die Eigentümerinnen und Eigentümer schaffen. Insbesondere das Thema Fernbzw. Nahwärme soll hierbei geprüft werden.
Die Linke Remscheid
Remscheid galt lange Zeit als Ort mit günstigem Wohnraum! Doch diese Zeiten sind vorbei. Viele Menschen in Remscheid finden keine bezahlbare Wohnung mehr. Das gilt insbesondere für kleinere Single-Wohnungen und größere Wohnungen für Familien mit mehreren Kindern.
Hinzu kommt: In den nächsten Jahren läuft die Sozialbindung für tausende Wohnungen in Remscheid aus. D.h. hier werden die Mieten kräftig ansteigen. Denn neue Sozialwohnungen entstehen kaum noch. Gleichzeitig stehen paradoxerweise knapp 4000 Wohnungen leer, die nicht am Markt verfügbar sind! Dies ist auch der erste Ansatzpunkt. Wir müssen den Leerstand als Strategische Ressource begreifen und helfen diesen wieder an den Markt zu bringen. Dazu brauchen wir ein Leerstandkataster und müssen bei den Eigentümer:innen buchstäblich die Klinken putzen. Wir müssen sie beraten und bei der Akquirierung von Fördermitteln zur Renovierung ihrer Häuser helfen. Viele Eigentümer wollen vermieten, können aber aus verschiedensten Gründen (Alter, finanzielle Situation usw.) nicht und brauchen Hilfe dabei. Gleichzeitig muss die Stadt Eigentümer:innen aber auch fordern und eine Zweckentfremdungssatzung einführen, bei der Leerstand ab einem gewissen Zeitraum genehmigt werden muss! Forderungen, die wir als Linke schon vor Jahren formuliert haben!
Zudem muss die Stadt selbst wieder als Akteur auf dem Wohnungsmarkt tätig werden und den sozialen Wohnungsbau fördern. Dazu muss sie Häuser, Wohnungen und Grundstücke aufkaufen und an die GEWAG übergeben. Die Gelder dafür sollen beispielsweise aus den Töpfen zu Errichtung von Gewerbegebieten kommen. Damit können insbesondere langjährige Schrottimmobilien erworben und dem Wohnungsmarkt zugefügt werden! Das sorgt auch für ein attraktiveres Umfeld und macht private Investitionen attraktiver.
Doch nicht nur der Mangel an bezahlbaren Wohnraum ist in Remscheid ein Problem. In den letzten Jahren fielen vor allem große Wohnungsbaukonzerne mit großen qualitativen Mängeln an ihrem Wohnungsbestand und unfairen Umgang mit ihren Mieter:innen auf!
Hier muss die Stadt stärker eingreifen und Mieterinnen und Mieter durch Beratungen unterstützen!
Gleichzeitig muss die Bauaufsicht häufiger bei eklatanten Mängeln einschreiten. In den letzten Jahren wurden Eigentümer:innen und Investoren zu sehr hofiert! Bestes Beispiel dafür ist die Bauruine des ehemaligen Möbelhauses am Lenneper Bahnhof.
echt.Remscheid
In Remscheid stehen rund 4.000 Wohnungen leer. Viele dieser Gebäude sind sanierungsbedürftig. Eigentümer investieren oft nicht, weil entweder die Mittel fehlen oder sie Vermietungsprobleme befürchten. Fast die Hälfte der Menschen in Remscheid hätte Anspruch auf eine Sozialwohnung. In neuen Bebauungsplänen sollen verbindliche Quoten für sozialen Wohnungsbau gelten – mindestens 30 %. Städte wie Köln, Düsseldorf oder Bonn setzen längst vergleichbare Sozialquoten durch. Die Förderprogramme des Landes NRW sollen konsequent genutzt werden – für Neubau, energetische Sanierung und barrierefreien Umbau, auch für private Eigentümer, Genossenschaften und gemeinwohlorientierte Träger. Ziel ist es, leerstehenden Wohnraum wieder nutzbar zu machen. Der Erhalt historischer Gebäude – insbesondere in der Lenneper und Lüttringhauser Altstadt – sollte durch ein städtisches Förderinstrument unterstützt werden. Dabei kann zugleich zusätzlicher bezahlbarer Wohnraum entstehen. Bei Grundstücksvergaben müssen auch soziale Kriterien eine Rolle. Ein weiterer Ansatz ist der gezielte Erwerb kommunaler Belegungsrechte, um bezahlbare Mieten auch in bestehenden Wohnungen zu sichern.
Pro Remscheid
Auch in dieser Hinsicht ist die ungezügelte Masseneinwanderung – vor allem in die Sozialsysteme und daraus folgend eine extrem hohe Belegung günstigen Wohnraums – die „Mutter aller Probleme“, wie Horst Seehofer (CSU) einst sagte. Auf dem Wohnungsmarkt gilt das marktwirtschaftliche Prinzip von Angebot und Nachfrage. Abschiebungen von straffällig gewordenen und nicht integrierbaren Einwanderern schaffen mehr Wohnraum. Ferner muss der Dschungel der wegen Linksgrün wuchernden Bauvorschriften wesentlich reduziert werden, denn diese verteuern Neubauten und Sanierungen so massiv, dass eine kostendeckende Vermietung nicht mehr möglich ist. In einem ersten Schritt müssen die städtischen Baubehörden die Vorschriften so investorenfreundlich wie nur möglich auslegen und ihre internen Prozesse merklich beschleunigen.
AfD Remscheid
1. Sichere und bezahlbare Energieversorgung gewährleisten
2. Erschließung von günstigen, gut angebundenen Baugrundstücken
3. Senkung der Baunebenkosten
4. Baugenossenschaften fördern
Die Themen der Wahl
Hier könnt ihr vergleichen, wie die befragten Parteien & Gruppen zu einem bestimmten Themenkomplex stehen: